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Not made in britain

Der britische Supermarktriese Tesco sieht sich aufgrund irreführender Verpackungsaufschriften mit Vorwürfen der Verbrauchtertäuschung konfrontiert.

Fotos: NFU, Tesco, beigestellt

Der britische Supermarktriese Tesco sieht sich aufgrund irreführender Verpackungsaufschriften mit Vorwürfen der Verbrauchtertäuschung konfrontiert.

Hier ist nicht drin, was draufsteht

Der nationale Bauernverband National Farmers Union mit dessen Präsident Meurig Raymond plant gerichtliche Schritte gegen Tesco und andere Einzelhandelsketten, die Nahrungsmittel aus anderen Ländern mit britisch anmutenden Fantasienamen wie "Nightingale Farms" oder "Rosedene Farms" beschriften.

Üblicher Etikettenschwindel Tesco steht besonders im Visier der Kritik. So hat die „Daily Mail“ dem Konzern nachgeweisen, dass Blauberren, die mit dem Label „Rosedene Farms“ den Eindruck erwecken, von einem englischen Bauernhof zu stammen, in Wahrheit aber aus Argentinien, Chile, Polen und Spanien kommen.

Einen ähnlichen Befund ergaben Nachforschungen bei Tesco-Süßkartoffeln der Marke "Redmere Farms": Diese wurden aus Ägypten, Honduras, dem Senegal, Spanien und den USA importiert. Die wahren Herkunftsländer finden sich kaum lesbar in kleiner Schrift auf den Verpackungen.

NFU Präsident Meurig Raymond

Weitere Fälle dieser Art wurden in Großbritannien nicht nur für Esswaren von Tesco, sondern auch bei denen der Konkurrenz von Waitrose, Lidl und Aldi publik. In der Regel handelt es sich dabei um Fleisch, Obst oder Gemüse.

Die National Farmers Union spricht von zynischer Täuschung der Konsumenten. Laut einem Tesco-Sprecher ist der Konzern stets bestrebt, britische Lebensmittel anzubieten. Aber kaufe man auch weltweit bei Produzenten ein, damit Kunden ihre Lieblingsprodukte das ganze Jahr über erwerben könnten.

www.nfuonline.com 

24.07.2016