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Obama kehrt Waldorf Astoria den Rücken

Aus Angst vor Cyber-Angriffen sucht sich der US-Präsident eine neue Base in New York.

Fotos: (c) 2015 Waldorf Astoria

Jahrzehntelang übernachteten die US-Präsidenten bei ihren Aufenthalten in New York mit ihrer Delegation im Waldorf Astoria, sodass es schon als inoffizieller Amtssitz im Big Apple galt. Doch damit ist jetzt Schluss. Grund dafür soll der Wechsel des Besitzers sein. 

Seit 2014 ist der chinesische Versicherungskonzern Anbang Besitzer der Luxusherberge, der das Flagschiff der Hilton-Gruppe für umgerechnet 1,55 Milliarden Euro erwarb. Ausschlaggebender Grund für die US-Regierung dürfte der engem Kontakt zur Regierung in Peking sein. Der Konzernchef ist mit einer Enkelin des ehemaligen Staats- und Parteichefs Deng Xiaoping verheiratet. Lauschangriffe also nicht ausgeschlossen. 

Für die UN-Generalversammlung wird Obama mit seiner Gefolgschaft im ebenso luxuriösen New York Palace einchecken. Damit endete ein lange Tradition im Waldorf Astoria seit der Eröffnung 1931. Dort belegte das Weiße Haus während der UN-Woche immer mehrere Etagen. Und wenn wundert es: Im Waldorf Astoria werden natürlich die Chinesen logieren – und Kremlchef Wladimir Putin, der erstmals seit vielen Jahren wieder zu den Vereinten Nationen kommt. 

28.09.2015