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Sich mit falschen Sternen schmücken

Die deutsche Wettbewerbszentrale kämpft gegen gefälschte Hotelklassifizierungen. Bereits 125 mal musste sie seit Januar 2017 gegen Sternefälscher vorgehen.

Fotos: Shutterstock

Die deutsche Hotellerie ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Der Druck, seinem Haus eine konstant gute Auslastung zu bescheren, ist in Folge natürlich höher geworden. Dass manche Hotelbetreiber sich daher dazu hinreißen lassen, ihrem Hotel selbständig ein paar Sterne mehr zu verpassen, um sich von den Mitbewerbern abzuheben, mag vielleicht verständlich klingen, dennoch handelt es sich hierbei um Betrug.

Ein Umstand, den die deutsche Wettbewerbszentrale – die Kontrollinstanz der deutschen Wirtschaft für fairen Wettbewerb – nicht als Kavaliersdelikt abtut. Denn in Deutschland sind nur die Sternevergaben der DEHOGA offiziell gültig.

2016 musste die Wettbewerbszentrale 160 mal im Hotellerie-Bereich einschreiten, seit Januar 2017 waren es bereits 125 Verstöße, die die Zentrale geahndet hat. Dabei hat sie nicht nur Hotels im Visier, die sich mit falschen Sternen schmücken, sondern auch Online-Buchungsplattformen wie Hotel.de und Anbieter auf Booking.com, die sich sogar vor Gericht verantworten mussten.

Auslöser für die strengere Überprüfung dürfte laut deutschen Medien eine Reportage des Fernsehsenders ZDF im Sommer 2016 gewesen sein, die aufdeckte, dass von 1000 deutschen Hotels 251 ihre Gäste mit falschen Hotelsternen in die Irre geführt hatten.

31.03.2017