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VizEat: AirBnB of food

Das französische Start-up VizEat will den deutschen Markt erschließen: Wird es der Gastrobranche zu schaffen machen wie AirBnB der Hotellerie?

Fotos: Shutterstock

Viele Menschen stoßen über einem reich gedeckten Tisch an

Food-Sharing-Plattform im AirBnB-Style

Mit einem Büro in Deutschland will das französische Start-up VizEat den deutschen Markt effizienter erschließen. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als AirBnB des Essens und bietet Reisenden die Möglichkeit, bei Privatpersonen zu essen. So sollen Reisende die nationale Küche und die Essgewohnheiten in 110 Ländern besser kennenlernen.

Eine Finanzierungsrunde wurde gerade abgeschlossen, wie food service und gv-praxis berichten, und brachte dem Start-up 3,8 Millionen Euro. Die Mahlzeiten-Sharing-Plattform wurde 2014 gegründet und ähnelt nicht nur im Internetauftritt der Privatwohnungsvermietungsplattform AirBnB. Das Prinzip ist gleich. 

Interessierte Gastgeber können auf VizEat Events erstellen wie ein Frühstück, ein Dinner oder Kochkurse und bieten sie Reisenden zum Buchen an. Der Preis geht davon vom Anbieter aus, VizEat schlägt 1,5 Prozent pro Event auf. So kann man privat Einkommen für das Anbieten von Essen erwirtschaften. 

Steuerliche Vorteile und Kosteneinsparungen durch privates Kochen könnten die Konkurrenz des klassischen Restaurants beleben. Allerdings fehlt es in privaten Küchen auch an Service, Wissen und dem Know-how ausgebildeter Köche. 

AirBnB setzt der Hotelleriebranche Jahr für Jahr ordentlich zu. Ob VizEat in der Gastrobranche allerdings auch zu horenden Einbrüchen führen wird, bleibt abzuwarten. In Deutschland ist die Zahl de Anbieter zurzeit sehr überschaubar. In Berlin kann man im Moment frühstücken, Königsberger Klopse essen oder peruanische Kochkurse (Preise zwischen neun und 40 Euro) belegen. Weltweit bieten bisher 20.000 Gastgeber ihre Food-Events an. 

de.vizeat.com 

09.09.2016