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Wiberg für 119 Millionen Euro geschluckt

Das israelische Unternehmen Frutarom übernimmt den Salzburger Gewürzhersteller und steigt damit in den internationalen Gewürzmarkt ein.

Fotos: beigestellt

In der Branche wurde schon über einen Verkauf von Wiberg gemunkelt, jetzt ist es öffentlich: Frutarom, Spezialist für Lebensmittelzusatzstoffe, aber auch im Kosmetik- und Pharmabereich tätig, übernimmt den Salzburger Gewürzhersteller für umgerechnet 119 Millionen Euro. Für 2015 konnte Wiberg Umsätze in Höhe von 155 Millionen Euro verzeichnen, die geschätzten Vermögenswerte des Unternehmens lagen 2014 bei 107,8 Millionen Euro. 

Position in Nordamerika stärken

Seit 1947 handelt Wiberg mit Gewürzen aus der ganzen Welt, veredelt diese und produziert Gewürzmischungen, Kräuter, Essige und Öle, Wursthüllen und Zutaten für Lebensmittelproduzenten und Gastronomen. Aus einem kleinen Familienbetrieb entwickelte sich ein international tätiges Unternehmen mit 670 Mitarbeitern und Standorten in Salzburg, Freilassing, Istanbul, Los Angeles und in Oakville in Kanada. Mit diesem kanadischen Standort will Frutarom seine Position in Nordamerika stärken, so Chief Executive Ori Yehudai stärken. „Der Wiberg-Kauf ist ein Meilenstein für uns und der größte strategische Zukauf, den wir jemals getätigt haben“, so Yehudai. „Der Kauf von Wiberg, der einer der führenden Marken in diesem Bereich weltweit ist und dessen Namen zum Synonym für Innovation und Qualität geworden ist, macht aus Frutarom einen Weltmarktführer für Gewürzprodukte.“ Wiberg-Geschäftsführer Marcus Winkler werde weiter in beratender Funktion tätig sein.

Branchenriese

Die Übernahme von Wiberg ist nicht der einzige Deal des israelischen Branchenriesen. Allein in diesem Jahr übernahm Frutarom zwölf Unternehmen. Damit steigt dessen Umsatz auf umgerechnet eine Milliarde Euro, bis 2020 soll die Zwei-Milliarden-Dollar-Grenze (umgerechnet 1,8 Milliarden Euro) geknackt werden.

www.wiberg.eu

15.12.2015