Nobelhart & Schmutzig trennt sich von veganem Menü

Das Nobelhart & Schmutzig in Berlin streicht das vegane Menü von der Karte. Bei Produkten stark auf Tierwohl, Qualität und Nachhaltigkeit zu achten, ergibt für die Macher mehr Sinn als ganz auf sie zu verzichten.
Dezember 20, 2019 | Fotos: Monika Reiter

Das Nobelhart & Schmutzig wird im neuen Jahr auf rein vegane Menüs verzichten. Das gibt der Inhaber des Berliner Restaurants Billy Wagner Mitte Dezember auf der Unternehmenshomepage bekannt.

Billy Wagner, Nobelhart & Schmutzig
Billy Wagner streicht in seinem Restaurant Nobelhart & Schmutzig das vegane Menü.

Seine Botschaft ist klar: „Ab Januar 2020 bieten wir kein rein veganes Menü mehr im Nobelhart & Schmutzig an“, schreibt er. Das Team mache zukünftig lieber Dinge, „hinter denen es voll und ganz steht“. Und vegan zu kochen, gehöre da eben nicht dazu.

Warum streicht das Nobelhart & Schmutzig sein veganes Menü?

„Brutal lokale Küche“, Qualität, Nachhaltigkeit und Tierwohl standen im Nobelhart & Schmutzig immer schon hinter der Speisekarte. Darauf gab es bis vor Kurzem auch noch zu 100 Prozent vegane Menüs.

Die sollen nun gestrichen werden. „Nicht, weil wir eine vegane Lebensweise nicht respektieren – ganz im Gegenteil“, teilt Wagner mit. Vielmehr gehe es ihm darum, dass auch die tierischen Lebensmittel, die in seinem Lokal serviert werden, sehr hohen Standards entsprechen. „Wir sehen diese Lebensmittel und ihre Herstellung sogar als richtungsweisend – als Beispiele einer Landwirtschaft und Ernährung, wie wir sie uns wünschen“, schreibt er.

Fokus auf Nachhaltigkeit statt purem Veganismus

Denn die Küche im Nobelhart & Schmutzig legt ihren Fokus auf regionale und saisonale Produkte. Dafür arbeitet das Team rund um Wagner eng mit Produzenten zusammen, die sich allesamt in der unmittelbaren Umgebung des Restaurants befinden.

Und für die Köpfe hinter dem Lokal zählen nicht-vegane Produkte wie „Milch, Eier, Butter, Sahne und Joghurt zu den besten Erzeugnissen unserer Region“. Nicht zuletzt deswegen spielen sie eine zentrale Rolle in Micha Schäfers Küche. „Aus Prinzip gar nichts davon zu verwenden, verlangt uns Kompromisse ab, die uns nicht zufriedenstellen“, heißt es in der Mitteilung des Restaurants. Die Gäste seien aber nach wie vor herzlich dazu eingeladen, vegetarisch zu speisen.

Am Schluss verweist Billy Wagner noch auf Tim Raue als Alternative – der hat nämlich nach langjähriger Abscheu Freundschaft mit der veganen Küche geschlossen, wie er auf den CHEFDAYS Germany 2019 verkündete.

www.nobelhartundschmutzig.com

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