Tourismusboom

Neue Spitzenwerte für Hotels in Deutschland im ersten Halbjahr. Der Hotelverband Deutschland legt sein Konjunkturbarometer vor.
August 11, 2015 | Fotos: Shanti Hesse/Shutterstock
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Wird 2015 ein neues Rekordjahr für den Tourismus in Deutschland? Die Chancen stehen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistische Bundesamtes gut. Im ersten Halbjahr 2015 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 193,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste, was einem Plus von drei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 entspricht. „Die Ursachen dafür sind vielfältig“, so Fritz Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). „Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, die Deutschen sind bester Konsumlaune, das Reiseland Deutschland zieht immer mehr ausländische Gäste an und die inländische Hotellerie punktet weiterhin mit einem herausragend guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“
Im Juni 2015 entfielen von den 42,1 Millionen Gästeübernachtungen 34,8 Millionen auf Gäste aus dem Inland, was einem Minus von einem Prozent entspricht, wohingegen ausländische Gäste mit 7,3 Millionen mit sieben Prozent kräftig zulegten. Die Tourismusdaten zeigen klar: Die steigende Zahl ausländischer Übernachtungsgäste, besonders aus Asien mit Schwerpunkt China, sorgen für ein sattes Plus. Auf diese Gästegruppen gilt es sich nun in der Hotellerie noch besser einzustellen, etwa mit mehrsprachigen Standort- und Destinationsinformationen sowie mehrsprachigen Rezeptions- und Servicemitarbeitern.
Einen positiven Branchentrend meldet auch die Bundesagentur für Arbeit. Im deutschen Beherbergungsgewerbe entstanden von Dezember 2013 bis Dezember 2014 6891 zusätzliche sozialversicherungspflichtig Arbeitsplätze, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Im vergleich dazu betrug der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft im gleichen Zeitraum 1,7 Prozent. Dreesen warnt jedoch vor zu großer Euphorie: „Die positiven Kennziffern sind noch kein Garant für positive wirtschaftliche Betriebsergebnisse. Sorge und Unruhe sind branchenweit spürbar. Überbordende Bürokratie, unfaire Marktpraktiken im Online-Vertrieb und generell steigender Kostendruck tragen ihren Teil zum Stimmungsbild der Branche bei.“
www.hotellerie.de

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