Überraschendes Aus für die Gebrüder Winkler

Die Bilanz nach einem Jahr im Restaurant Neuwirt fiel alles andere als positiv aus: Gravierende Vertragsbrüche führten zum Ende der Winklers.
August 10, 2016 | Fotos: Werner Krug

Winkler

Unverhofft kommt oft

Mit diesen Worten verabschiedeten sich die Gebrüder Christian und Markus Winkler überraschend per Mail bei ihren Freunden, Stammgästen und Medienpartnern von ihrer Wirkungsstätte, dem traditionsreichen Kitzbühler Restaurant Neuwirt, das Teil des 4–Sterne–Superior-Boutique Hotels Schwarzer Adler ist.

„Gravierende Vertragsbrüche von Seiten des Restaurant Neuwirt-Besitzers und Multiunternehmers Dr. Christian Harisch“ führten laut Christian Winkler, wie er im Telefonat mit ROLLING PIN meinte, nach nur einem Jahr zum jähen Ende der Gebrüder Winkler in Kitzbühel.

Im Restaurant Neuwirt war der 36-jährige Markus Winkler als Restaurantleiter und Sommelier tätig, sein 43-jähriger Bruder Christian fungierte als General Manager im Restaurant mit dem Hauptaufgabengebiet Küche. Zusätzlich war er für die Gastronomie der Hotelgäste des Schwarzen Adler Kitzbühel zuständig.
Die Winklers sind Fans längerfristiger Projekte, auch wenn das in den letzten Jahren nicht immer planmäßig geklappt hat. Nach Streitigkeiten verließen die beiden nach zwölf Jahren das Restaurant Schindlhaus in Söll und eine Vertragskündigung zog den Abschied vom Kirchberger Restaurant Schwedenkapelle nach zweieinhalb Jahren nach sich.
Bei den Gastronomen aus Leidenschaft lagen aber viele interessante, neue Angebote auf dem Tisch. Für das Restaurant Neuwirt entschieden sich die beiden, da das Offert von Dr. Harisch am verlockendsten und herausforderndsten klang. Außerdem kannte man sich schon seit Jahren, Harisch war gern gesehener Stammgast bei den Winklers.

Da die Winklers 14 Jahre lang selbständig waren, entschied man sich für ein Angestelltenverhältnis mit Umsatzbeteiligung. Den Brüdern gelang es laut Eigenaussage innerhalb eines Jahres, den Umsatz bei gleichbleibendem Wareneinsatz zu verdoppeln. Doch schlussendlich zerstörten „massive Verstöße gegen die vertraglichen Abmachungen die Vertrauensbasis zwischen den Winklers und Harisch“ irreparabel.

Blick in die Zukunft

In einer ersten Stellungnahme zu seinen Zukunftsplänen meinte Christian Winkler, dass er nichts überstürzen will. Wahrscheinlich zieht es ihn wieder in die Selbständigkeit. Und bevor die nächsten interessanten Projekte vorliegen, kann er sich gut vorstellen, die Zeit bis dahin mit einem kleinen Pop-up zu überbrücken. Und wenn das passende Projekt auf dem Tisch liegt, ist es sehr gut möglich, dass er weiterhin gemeinsam mit seinem Bruder Markus die Gastroszene rockt.

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