Vom Tellerwäscher zum Millionär: 5 wahre Geschichten

Heldengeschichten verkaufen sich gut. Aber wie viele der Storys, in denen sich jemand von ganz unten hochgearbeitet hat, stimmen wirklich? Diese sicher!
Feber 15, 2017 | Fotos: Shutterstock, Blair Getz Mezibov, Simon Bloomberg, Helge O. Sommer

Howard Schultz: CEO Starbucks

Starbucks
Der 63-jährige New Yorker ist das Paradebeispiel eines Selfmade-Millionärs. Howard Schultz wohnte mit seinen Eltern in einem sozialen Wohnungsbau. Als Erster in der Familie ging er aufs College und finanzierte sich sein Studium als Barkeeper und durch Blutspenden. In dieser Zeit arbeitete der heutige Unternehmer auch in einem Kaffeehaus mit dem Namen Starbucks, in dem der Kreative eine Kaffeebar einrichten wollte. Der Chef war wenig amused. Schultz begann zu sparen, bis er selbst seine erste Kaffeebar Il Giornale eröffnen konnte. Mit Erfolg: 1987 kaufte er seinem ehemaligen Arbeitgeber mit Hilfe von Investoren die bis dato kleine Kaffeehauskette Starbucks ab. Heute umfasst das Unternehmen etwa 25.000 Filialen weltweit. Laut Forbes-Liste 2015 liegt das geschätzte Vermögen von Howard Schultz bei 2,5 Milliarden US-Dollar und der Starbucks-Gründer auf Platz 737 der reichsten Menschen der Welt.

Jamie Oliver: TV Koch mit knapp 80 eigenen Restaurants

Jamie Oliver
Mit 16 soll er die Schule wegen Legasthenie und Leseschwäche geschmissen haben, um anschließend im Pub seines Vaters The Cricketers in der Küche zu arbeiten. Im Westminster College in London lernte Jamie Oliver schließlich das Kochen und wurde bei seiner Arbeit im The River Café fürs Fernsehen entdeckt. Womit seine steile Karriere als „The Naked Chef“ mit seiner eigenen Kochshow begann. Heute gehören zum Gastro-Imperium des Briten knapp 80 Restaurants mit einem Umsatz von umgerechnet 186 Millionen Euro. Der Starkoch macht sich auch durch sein soziales Engagement einen Namen. Mit Ernährungskampagnen in Schulen setzt sich der 41-Jährige für gesunde Menüs für Kinder ein.

Jürgen Gosch: Spitzengastronom mit der Unternehmensgruppe Gosch

Gosch
Klein angefangen hat auch Jürgen Gosch – „ohne Firmenlogo und Dach überm Kopf, dafür aber mit einer ordentlichen Portion Aale unterm Arm“, wie er es selbst formuliert. Der Unternehmer wächst ohne Vater auf und verdient sein erstes Geld im Alter von vier oder fünf Jahren mit Krabbenpulen. 1967 kündigt Gosch seine Anstellung als Maurer, siedelt auf die Insel Sylt über und macht sich als Aalverkäufer am Sylter Strand einen Namen. Nebenbei verdiente er sich schon mit seinem Ein-Mann-Fisch-Bauchladen etwas dazu. Der große Erfolg stellt sich für den Spitzengastronom ab Ende der 80er-Jahre mit der Expansion mit Filialen am Festland ein. Mit seinen zwölf Standorte auf Sylt, 27 weitere Filialen in Deutschland und fünf auf den Mein Schiff-Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises erwirtschaftete Gosch 2014 einen Gesamtumsatz von 68 Millionen Euro.

José Andrés: Starkoch und Multi-Restaurateur

José Andrés
Als Outstanding Chef von der James Beard Foundation wurde der spanischstämmige Küchenchef ausgezeichnet und vom Time Magazine in der Time 100-Liste der einflussreichsten Menschen der Welt gewürdigt. Und das alles, wenn man bedenkt, dass der elBulli-Schüler José Andrés als er 1991 in die USA kam, gerade einmal 50 Dollar und seine Kochmesser im Gepäck hatte. Neben seinen Signature Restaurants minibar by José Andrés in Washington und é by José Andrés in Las Vegas gehören heute zum Restaurantimperium des Avantgarde-Kochs 23 weitere Restaurants in den USA, Mexico und Puerto Rico. Der Gesamtumsatz wird umgerechnet auf über vier Millionen Euro geschätzt.

Herbert Seckler: Gründer Sansibar Sylt

Herbert Seckler
Der Junge aus einem winzigen Dorf in der Schwäbischen Alb kam mit Anfang 20 nach Sylt, um quasi von Null anzufangen. Das war Mitte der 70er-Jahre. Damals war er schon ausgebildeter Koch, was aber, wie Herbert Seckler gegen über der Zeitung Die Zeit einmal sagte, damals vom Stellenwert kurz hinter Straßenfeger gelegen habe. Damals habe er sich zeitweise nicht einmal die Butter zu den Nudeln leisten können. Er übernahm eine Bretterbude am FKK-Strand zwischen Rantum und Hörnum, machte einen Kiosk mit Imbiss auf und nannte ihn nach dem Strandabschnitt Sansibar. Die Zeit zwischen der Saison überbrückte er mit Jobs auf Ausflugsschiffen. Nachdem das Kiosklokal 1982 abgebrannt war, entschloss er sich zum Bau einer größeren Sansibar und etablierte eine Marke, die heute Kultstatus hat. Seit über 40 Jahren. Bis zu 5000 Gäste bewirtet der Sylt-Platzhirsch täglich. Den Durchbruch brachte sein Einstieg in den Weinvertrieb – bis heute eines der wichtigsten Standbeine. 40.000 Euro habe der Umsatz im ersten Jahr betragen, wie hoch er heute liegt, darüber schweigt Seckler lieber.

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