Ausgabe 202, F&B Know-how

Konservierung: Vergärt’s Gott!

Bevor deine Lebensmittel über den Jordan gehen, denk an Konservierung! Das hat nicht nur wirtschaftliche Vorteile: Im Winter unabhängig sein, weniger wegwerfen, mehr rausholen und saisonales mit richtig gutem Selbstgemachten pimpen.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Jörg Lehmann, Phahorakphilipp, Fabian Bolk, beigestellt

Leberpastete von Richard Rauch aus seinem Kochbuch Die Jahreszeitenkochschule – Winter, erschienen im Verlag Brandstätter

Ohne Hexerei

Wer bei dem Wort Konservierung an Zusatzstoffe aus dem Labor denkt, der hat sich noch nie wirklich darüber Gedanken gemacht. Denn Konservierung bedeutet nichts anderes, als Verderbliches länger als ein paar Stunden oder Tage haltbar zu machen. 

Nichts verdirbt in wenigen Stunden? Doch! Wenn es nicht im Kühlschrank liegt, wird Geflügelfleisch in der Hitze des Küchengefechts sicher schneller die Küche auf seinen eigenen Beinen wieder verlassen, als es so manchem Koch lieb wäre. Und jetzt halt dich fest: Kühlen ist auch eine Art von Haltbarmachen. 

Und das ganz ohne Hexerei aus dem Labor. Wobei auch die gar nicht so außerirdisch und gefährlich ist, wie es gerne auf Verbraucherseite verkauft wird. Die Medaille oder in hiesigem Fall die Konservendose hat immer zwei Seiten.

24.02.2017