Inspiration: Restlos Glücklich in Berlin

„Resteessen“ auf hohem Niveau: Im Berliner Restaurant Restlos Glücklich wird erfolgreich die Lebensmittelverschwendung bekämpft.
Oktober 13, 2016 | Text: Daniela Almer | Fotos: Andreas Chudowsky, Claudia Goedke

Fürs gute Gewissen

Gemüse, das aufgrund von Form, Farbe oder Größe nicht der Norm entspricht, verrutschte Etiketten oder Waren, die nur noch eine begrenzte Zeit haltbar sind – die Gründe, warum unsere Überflussgesellschaft noch verwertbare Lebensmittel in den Müll wirft, sind vielfältig.

Das Ausmaß der täglichen Lebensmittelverschwendung stieß Anette Keuchel und Leonie Beckmann so sauer auf, dass sie vor zwei Jahren den Verein „Restlos glücklich“ ins Leben riefen. Mit seiner Arbeit möchte der Verein ein Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln schaffen.

Im Frühjahr 2016 gründeten Keuchel und Beckmann mit einer Gruppe Gleichgesinnter das nach eigenen Angaben erste „Not-for-Profit-Lokal“ in Deutschland, ein kleines, aber feines Lokal in Berlin-Neukölln, das Speisen aus geretteten Lebensmitteln offeriert. Teilweise bezieht das Restaurant die Lebensmittel als Spenden, größtenteils aber holt das Team Waren, die sonst in der Tonne gelandet wären, direkt am Supermarkt ab.

Ein Koch, der aus der Sternegastronomie kommt, sorgt für eine kreative Küche auf hohem Niveau.

Konzept

Verein, der mittels Bildungsprojekten, Kochkursen und eines kleinen Lokals in Berlin-Neukölln gegen die Lebensmittelverschwendung kämpft und „Resteessen“ wieder salonfähig macht.

Speisekarte

Überraschungsküche vom Feinsten, da die Karte täglich wechselt, und mit hohem kulinarischen Anspruch. Die Gerichte kosten zwischen sechs und acht Euro.

www.restlos-gluecklich.berlin

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