Bekannter Sahne-Erzeuger Qimiq ist Insolvent

Die Sahnebasis Qimiq eroberte vor etwa drei Jahrzehnten den Markt – doch heute steckt die Marke in Schwierigkeiten. Am Dienstag wurde das Sanierungsverfahren eröffnet.
April 8, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: KI

1995 entwickelten Rudolf Haindl und der Haubenkoch Johann Mandl eine neuartige Sahnebasis, die “einfacher, stabiler und vielseitiger” als herkömmliche Sahne sein sollte – so erklärt es der Firmengründer von Qimiq. Heute gibt es mehrere unterschiedliche Qimiq-Produkte, die sich in Profiküchen großer Beliebtheit erfreuen. Seit kurzem ist von Qimiq in den Regalen aber nichts mehr zu sehen – und am Dienstag erklärte sich auch, warum. Laut Kreditschutzverband KSV1870 hat das Salzburger Familienunternehmen am 7. April am Landesgericht Salzburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Schlagrahm-in-einer-Profi-Kueche
Seit kurzem fehlte es in den Regalen: Qimiq ist ein Sahneprodukt, das sich sowohl für Süß- als auch pikante Speisen eignet

 

1995 entwickelten Rudolf Haindl und der Haubenkoch Johann Mandl eine neuartige Sahnebasis, die “einfacher, stabiler und vielseitiger” als herkömmliche Sahne sein sollte – so erklärt es der Firmengründer von Qimiq. Heute gibt es mehrere unterschiedliche Qimiq-Produkte, die sich in Profiküchen großer Beliebtheit erfreuen. Seit kurzem ist von Qimiq in den Regalen aber nichts mehr zu sehen – und am Dienstag erklärte sich auch, warum. Laut Kreditschutzverband KSV1870 hat das Salzburger Familienunternehmen am 7. April am Landesgericht Salzburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

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Seit kurzem fehlte es in den Regalen: Qimiq ist ein Sahneprodukt, das sich sowohl für Süß- als auch pikante Speisen eignet

Die Passiva liegen bei rund 8,66 Millionen Euro, die Aktiva bei 1,38 Millionen Euro. Rund 150 Gläubiger sind betroffen.

Wie aus der Aussendung des KSV1870 hervorgeht, dürften 12 Dienstnehmer:innen von der Insolvenz betroffen sein, wovon aktuell aber – neben dem Geschäftsführer – nur noch zwei im Haus angestellt sind.

Als einen der Gründe der Schuldenanhäufung wird der Anfang 2026 von der SalzburgMilch GmbH verhängte Auslieferstopp genannt, die für Qimiq die Produktion der Waren für Österreich übernimmt. Die Milchpreissteigerungen im zweiten Halbjahr 2025, nicht realisierte Warenfinanzierungen und Rahmenkredite und verspätete Zahlungseingänge internationaler Großkunden hatten schon davor die Liquidität der Firma belastet.

Qimiq wird wieder ausgeliefert

Die Insolvenz bedeutet nicht zwingend das Ende von Qimiq. Mit einem vorgelegten 13-Wochen-Plan strebt die Geschäftsführung eine Fortführung an. Wieder gesunkene Milchpreise, von Gesellschaftern kurzfristig zur Verfügung gestellte Liquidität (750.000 Euro) und neue Bestellungen begünstigen die Strategie. Außerdem hat sich Salzburgmilch bereiterklärt, vorübergehend die Auslieferung der lagernden Qimiq-Artikel zu übernehmen.

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