Erste Bilanz aus Champagne

Wie erwartet mussten sich die Winzer aus der französischen Champagne dem schlechten Wetter geschlagen geben.
Oktober 21, 2016 | Fotos: Collection CIVC

Trauben-Lese in der Champagne

Ein drittel weniger Champagner

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die erste Zwischenbilanz der Champagne-Lese 2016 hat die Hoffnung endgültig beerdigt. Rund 30 Prozent weniger Ertrag bei Trauben sprchen eine eindeutige Sprache: 2016 ist kein gutes Champagner-Jahr.
Die Gründe für die miese Lese? Ein Rekord an Niederschlägen, zu wenig Sonne, Frühlingsfröste, Hagel, starker Pilzdruck und Sonnenbrand haben den edlen Trauben stark zugesetzt.
Die Lesetermine mussten entsprechend detailliert geplant werden – eine große Herausforderung für die Winzer und Häuser der Champagne, die rund 100.000 Saisonkräfte für die Ernte abstellten. Nach den Regeln der AOC Champagne werden die 34.200 Hektar ausschließlich von Hand gelesen. 
Für Crus – die Gemeinden – mit früh reifen Trauben wurde der 10. September als frühester Beginn der Ernte festgelegt. Für Crus mit spät reifenden Trauben der 27. September 2016. Die Lese erstreckte sich bis in die erste Oktoberwoche hinein. Das Lesewetter war spätsommerlich warm, mit Ausnahme einiger Regentage.
Das Lesegewicht der Trauben wurde dadurch sehr positiv beeinflusst. So konnte die Schätzung für den durchschnittlichen Lese-Ertrag pro Hektar leicht nach oben korrigiert werden: auf etwas über 8000 Kilogramm pro Hektar.
Dank der guten Reifebedingungen waren die Trauben zur Lese in einem hervorragenden Zustand. Derdurchschnittliche Volumen-Alkohol-Gehalt wird vermutlich um 10 Prozent liegen, der Säuregrad bei 8Gramm H2So4 pro Liter.
Auch wenn noch Zurückhaltung geboten ist, versprechen diese Werte ein schönbalanciertes Verhältnis von Säure und Zucker und ein hohe aromatische Qualität der Moste des Jahrgangs 2016.
www.champagne.de

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