Jamie Oliver vs. Spanien

Spanien ist beleidigt. Volle Kanne. TV-Wunderwuzzi Jamie Oliver hat mit einem Tweet über seine eigene Paella-Variante einen Shitstorm ausgelöst.
Oktober 7, 2016 | Fotos: Shutterstock

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Die Anlässe für einen Sturm der Entrüstung sind im Netz oft unergründbar. Jetzt hat es wieder einmal den britischen Fernsehkoch Jamie Oliver erwischt. Warum? Weil er Chorizo in seine Paella machte. Diese Version des legendären spanischen Gerichts verbreitete Oliver über den Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Schwer, etwas besseres zu finden als Paella, um gute spanische Küche zu machen“, schrieb Oliver, der gewöhnlich ein feines Gespür für gelungene Selbstvermarktung hat.
Die spanische Webgemeinde verzeiht dem Briten dieses Sakrileg nicht. Denn auch wenn es regionale Varianten des Paella-Rezepts gibt, eines ist in Spanien klar: Chorizo gehört nicht dazu. „Deine Paella ist eine Abscheulichkeit“, schreibt ein Nutzer auf Twitter. „Das ist keine Paella, das ist einfach Reis mit Zeug drin“, kommentierte ein anderer unter dem Hashtag #Paellagate.
Das Rezept des Briten sei „eine Beleidigung, nicht nur für unsere Gastronomie, sondern auch für unsere Kultur“, meint ein Twitterer, während ein anderer eine Drohung ausspricht: „Entferne die Wurst. Wir verhandeln nicht mit Terroristen. Erste Warnung.“ Den Tweet hätte der gute Jamie dann mal lieber sein lassen.
www.jamieoliver.com

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