Trauer um DEHOGA-Ehrenpräsident Ernst Fischer

Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren verstorben.
Juni 25, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: DEHOGA Bundesverband

Die Nachricht vom Tod des 82-Jährigen löste in der deutschen Gastronomie und Hotellerie tiefe Bestürzung aus. Ernst Fischer vertrat über Jahrzehnte hinweg die Interessen der nationalen Gastgeber und prägte die Verbandspolitik maßgeblich. Wie der Verband mitteilte, ist der langjährige Branchenvertreter im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Ernst-Fischer-DEHOGA-Bundesverband
Foto: DEHOGA Bundesverband

Die Nachricht vom Tod des 82-Jährigen löste in der deutschen Gastronomie und Hotellerie tiefe Bestürzung aus. Ernst Fischer vertrat über Jahrzehnte hinweg die Interessen der nationalen Gastgeber und prägte die Verbandspolitik maßgeblich. Wie der Verband mitteilte, ist der langjährige Branchenvertreter im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

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Foto: DEHOGA Bundesverband

Sein gastronomischer Werdegang begann im April 1944 in Geislingen an der Steige. Nach einer Ausbildung zum Koch folgten internationale Stationen in bekannten Häusern in England, Frankreich, Schweden und der Schweiz, darunter im Hotel George V in Paris sowie als Privatkoch im englischen Windsor. Im Jahr 1970 machte er sich selbstständig und betrieb ab 1976 das Landhotel Hirsch sowie das Restaurant Rosenau in Tübingen.

Diese praktischen Erfahrungen als Hotelier und Gastronom bildeten das Fundament für seine spätere Verbandsarbeit, die er zunächst auf Kreis- und Landesebene begann. Im Jahr 1995 übernahm er das Amt des Präsidenten des DEHOGA Baden-Württemberg. Nachdem er ab 1996 bereits als stellvertretender Bundespräsident agierte, wurde er im November 2000 zum Präsidenten des DEHOGA Bundesverbandes gewählt. Nach seinem Amtsantritt 2001 leitete er den Spitzenverband 15 Jahre lang bis November 2016, bevor er von der Delegiertenversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.

In seine Amtszeit als Verbandspräsident fielen wegweisende Meilensteine für die Branche. Neben der Einführung der Minijob-Regelung, der Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung und der Beibehaltung der Steuerfreiheit für Zuschläge zählte dazu insbesondere die Senkung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen im Jahr 2010. Zudem brachte Fischer seine Expertise in zahlreichen Aufsichtsräten und Beiräten ein, wie etwa im Beirat für Fragen des Tourismus beim Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.

Für sein langjähriges Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande sowie später mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zudem erhielt er namhafte Auszeichnungen der Branche, darunter die Brillat-Savarin-Plakette und die „Kristallkugel“ des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag. Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe einen seiner profiliertesten Akteure.

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