Vom Mini-Sternerestaurant zum Maison: Alina Meissner-Bebrout zieht um

Zwölf Jahre lang kochte Alina Meissner-Bebrout in Ulm auf kleinstem Raum groß auf. Jetzt bekommt ihr bi:braud ein neues Zuhause.
Mai 18, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: kammer.media/akut.studio

Es gibt Restaurants, die wachsen durch Expansion. Und es gibt Restaurants, die wachsen, weil sie irgendwann nicht mehr in ihre eigene Erfolgsgeschichte passen. Das bi:braud von Alina Meissner-Bebrout gehört ziemlich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Alina_Meissner-Bebrout_Credit_Kammer_Media_Akut_Studio

Es gibt Restaurants, die wachsen durch Expansion. Und es gibt Restaurants, die wachsen, weil sie irgendwann nicht mehr in ihre eigene Erfolgsgeschichte passen. Das bi:braud von Alina Meissner-Bebrout gehört ziemlich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Alina_Meissner-Bebrout_Credit_Kammer_Media_Akut_Studio

Nach zwölf Jahren in der Ulmer Büchsengasse zieht die Sterneköchin mit ihrem Restaurant 2026 in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster. Das neue Haus entsteht im historischen „Bäumle“, einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das Meissner-Bebrout gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner zu einem 15-Zimmer-Designhotel umbaut. Die Eröffnung ist für Sommer 2026 geplant.

Für Meissner-Bebrout ist es der bisher größte Schritt ihrer Karriere. 2014 hatte sie das bi:braud in einer ehemaligen Metzgerei eröffnet, 2023 folgte der Michelin-Stern. Seitdem gilt das Restaurant als eines der spannendsten Beispiele dafür, wie viel Spitzenküche auf erstaunlich wenig Raum möglich ist. Oder anders gesagt: große Küche, kleine Küche. Sehr kleine Küche.

Damit soll nun Schluss sein – zumindest mit der Platznot. Im Maison Meissner bekommt das bi:braud mehr Raum in der Küche, eigene Vorbereitungsbereiche, eine Bar und erstmals auch ein zusätzliches À-la-carte-Angebot neben dem Menü. Gäste sollen künftig also nicht nur zum großen Abend kommen können, sondern auch auf einen Aperitif, zwei Gänge und ein Glas Wein.

Der Umzug ist damit mehr als ein Tapetenwechsel. Aus dem bisherigen Sternerestaurant wird ein ganzes Hospitality-Konzept: Restaurant, Bar, Hotel und Weinkeller unter einem Dach. Die Edda Brasserie, die Meissner-Bebrout seit 2023 ebenfalls in Ulm betreibt, bleibt laut Berichten unverändert am bisherigen Standort bestehen.

Ganz ohne Risiko ist der Neustart allerdings nicht. Denn Michelin-Sterne sind in Deutschland an die Adresse gebunden – nicht an die Person. Heißt: Mit dem Umzug muss sich das bi:braud am neuen Standort formell neu beweisen. Der Stern reist also nicht einfach mit ins Maison Meissner, sondern muss dort erneut erkocht werden.

Personell bleibt die Geschichte hingegen stabil. Die Küchen-Doppelspitze mit Alina Meissner-Bebrout und Tim Ostertag soll auch im Maison Meissner fortgeführt werden, Sommelier und Weinakademiker Holger Baier verantwortet den neuen Weinkeller. Auch das Serviceteam soll komplett an den neuen Standort mitziehen.

Für Ulm ist der Umzug ein kulinarisches Ausrufezeichen. Aus einem kleinen Restaurant in der Büchsengasse wird ein ambitioniertes Haus direkt am Münster.

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