Brewdog-Verkauf: Deutschland-Geschäft vor dem Aus

Die Craftbeer-Marke Brewdog wurde im Rahmen eines Notverkaufs nach der Insolvenz an einen amerikanischen Konzern veräußert.
März 5, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Shutterstock

Vom Punk-Idol zum Notverkauf: Die Unabhängigkeit der Marke Brewdog hat ein bitteres Ende genommen. Nach dem Gang in die Insolvenzverwaltung wurde das einstige Milliarden-Unternehmen nun für einen Bruchteil seiner früheren Bewertung verkauft.

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Viele Brewdog-Pubs müssen schließen – Foto: Shutterstock

Vom Punk-Idol zum Notverkauf: Die Unabhängigkeit der Marke Brewdog hat ein bitteres Ende genommen. Nach dem Gang in die Insolvenzverwaltung wurde das einstige Milliarden-Unternehmen nun für einen Bruchteil seiner früheren Bewertung verkauft.

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Viele Brewdog-Pubs müssen schließen – Foto: Shutterstock

Der neue Eigentümer ist ein US-Konzern, der ursprünglich aus der Cannabis-Ecke kommt. Am 2. März besiegelte Tilray Brands den Deal und übernahm wesentliche Teile von Brewdog für 33 Millionen Pfund. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Marke noch mit über einer Milliarde Pfund bewertet.

Kahlschlag im Zapfhahn-Imperium

Während Tilray die globalen Markenrechte und die britischen Produktionsstätten übernimmt, bleibt in der Gastronomiesparte kaum ein Stein auf dem anderen. 38 Bars mussten schließen, fast 500 Mitarbeiter sind davon betroffen. Nur elf strategische Standorte in Großbritannien überleben unter der neuen Flagge. Mehr als 700 Mitarbeiter werden in die Konzernstruktur von Tilray integriert.

Besonders bitter schmeckt die Nachricht für rund 220.000 Kleinanleger, die im Schnitt jeweils 400 Pfund im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne investiert haben. Sie gehen nun leer aus.

Brauerei in Berlin droht Aus

Auch für den deutschen Markt sieht es düster aus. Das operative Geschäft in Deutschland ist nicht Teil des Tilray-Deals, dazu gehören die Brauerei in Berlin-Mariendorf, die 2019 von Brewdog übernommen worden war, sowie mehrere Bars, denen jetzt die Liquidation droht. Nachdem bereits Standorte in Friedrichshain und Wiesbaden aufgegeben wurden, soll nun auch die Hamburger Location geschlossen werden.

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