Gastro zur Kasse gebeten: Cofag kommt mit Mietrückforderungen

Laut OGH-Urteil müssen österreichische Unternehmen für die Zeit von Be­tre­tungs­ver­bo­ten in den Corona-Lock­downs keine Miete zah­len. Die Cofag will jetzt anteilige Förderungen zurück.
März 22, 2022 | Fotos: Shutterstock

Im Herbst 2021 entschied der Oberste Gerichtshof (OGH), dass kein Mietzins zu zahlen ist, wenn das Geschäftslokal aufgrund der Betretungsverbote nicht benutzbar ist. Zudem entschied der OGH, dass Unternehmen, die staatliche Zuschüsse bekommen haben, diese nicht an Vermieter weitergeben müssen. Mieter dürfen den Teil des Zuschusses, den sie für Mieten bekommen haben, die nun gar nicht zu bezahlen sind, nicht behalten, sondern haben diesen an die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (Cofag) zurückzuzahlen.

Gastronomie und Handel betroffen

Im Herbst 2021 entschied der Oberste Gerichtshof (OGH), dass kein Mietzins zu zahlen ist, wenn das Geschäftslokal aufgrund der Betretungsverbote nicht benutzbar ist. Zudem entschied der OGH, dass Unternehmen, die staatliche Zuschüsse bekommen haben, diese nicht an Vermieter weitergeben müssen. Mieter dürfen den Teil des Zuschusses, den sie für Mieten bekommen haben, die nun gar nicht zu bezahlen sind, nicht behalten, sondern haben diesen an die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (Cofag) zurückzuzahlen.

Gastronomie und Handel betroffen

Betroffen sind mehr als 150.000 Empfänger von Cofag-Hilfen. Aktiv an Unternehmen herantreten will die Cofag allerdings nur an größere Unternehmen, die während des Lockdowns mehr als 12.500 Euro Förderung im Monat erhalten haben. Kleinere Unternehmen müssen sich selbst um die Rückzahlung kümmern, andernfalls droht eine böse Überraschung bei der Steuerprüfung.

Ob sich Mieter und Vermieter während der Lockdowns auf niedrigere Mieten geeinigt haben, spielt für die Cofag keine Rolle. Wenn sich bei der Finanzprüfung herausstellt, „dass ein Unternehmen nicht alles Zumutbare geleistet hat, um seine Kosten und damit die Höhe der beantragten Förderungen zu reduzieren“, liegt eine Verletzung der Schadensminderungspflicht vor.

Nutzbarkeit des Geschäftslokals maßgeblich

Für den Umfang der Auszahlung von Fixkostenzuschuss oder Verlustersatz und für die Höhe der Rückforderung eines allfälligen Bestandszinsanteils ist die tatsächliche Nutzbarkeit der Geschäftsräumlichkeit in jenen Zeiträumen maßgeblich, in denen das Unternehmen direkt von einem behördlichen Betretungsverbot betroffen war. War ein Geschäftslokal teilweise nutzbar, etwa für die Abholung von Waren oder ein Lokal im Gassenverkauf, so können diese Unternehmen die anteiligen Bestandszinsen im Ausmaß der tatsächlichen Nutzbarkeit weiterhin ansetzen. Die jüngsten Novellen der Verordnungen für die Zuschüsse konkretisieren die tatsächliche Nutzbarkeit.

Das Ausmaß der tatsächlichen Nutzbarkeit muss von geförderten Unternehmen anhand geeigneter Aufzeichnungen nachgewiesen werden. Liegt keine fremdübliche und sachgerechte Vereinbarung mit dem Mieter vor, kann die tatsächliche Nutzbarkeit auch vereinfachend anhand des dem Mietobjekts zuzurechnenden Umsatzausfalls ermittelt werden. Dabei müssen Fördernehmer den für die Beantragung des Zuschusses ermittelten Prozentsatz des Umsatzausfalls als Ausgangspunkt der Berechnung heranziehen.

Sind nur Teile eines Geschäftslokals von einem behördlichen Betretungsverbot betroffen, so können die davon nicht betroffenen Flächen bei der Berechnung der tatsächlichen Nutzbarkeit überhaupt außer Ansatz bleiben, wenn diesen Flächen aufgrund eines gesonderten Ausweises im Bestandsvertrag ein konkreter Teil des Bestandszinses zugeordnet werden kann. Für diese Flächen können die Bestandszinsen in voller Höhe angesetzt werden.

Hier zur Cofag: www.cofag.at

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