Gastro-Öffnung in Österreich nach Ostern

Die Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen für Gastronomie, Kultur und Sport werden nicht bundesweit einheitlich vonstattengehen. Kanzler Sebastian Kurz gab heute den Entschluss bekannt, in Regionen mit niedriger Inzidenz früher zu öffnen.
März 1, 2021 | Fotos: beigestellt

Im Anschluss an das Treffen der Bundesregierung mit Experten, Parteispitzen und Landeshauptleuten gab Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz die nächsten Schritte zur Gastro-Öffnung bekannt. Beim Gipfel war heute eine Öffnung für Vorarlberg im Gespräch, da im Westen Österreichs die 7-Tage-Inzidenz am niedrigsten ist. Das ist bei der Pressekonferenz bestätigt worden.

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„Wir haben heute ausführlich Bilanz gezogen“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz heute. Auf der positiven Bilanz beruhen die heute beschlossenen Öffnungsschritte

Regierung beschließt regionale Abstufungen – Vorarlberg „Pilotregion“

In Vorarlberg wird der Lockdown für die Gastronomie sowie die Bereiche Kultur und Sport ab 15. März versuchsweise gelockert. „In allen anderen Bundesländern steigen die Ansteckungszahlen deutlich stärker. Es ist unser Ziel, wenn möglich, im April leichte Öffnungsschritte umzusetzen“, so Kurz. Im Rest Österreichs werden diese Schritte allerdings erst nach Ostern folgen.

In Bezirken, wo die Ansteckungszahlen durch die Decke gehen, müsse besonders reagiert werden. Damit lässt Kurz mögliche Lockdown-Verschärfungen in Bezirken wie Hermagor in Kärnten anklingen.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner hat sich stark für die Öffnungsschritte eingesetzt. „Wir stellen uns als Pilotregion zur Verfügung“, sagte er.

Outdoor vor Indoor

Die Regierung setzt dabei auf das Prinzip „Outdoor vor Indoor“. Zuerst werden österreichweit ab 27. März die Schanigärten geöffnet – weiterhin jedoch mit Hygienemaßnahmen und Eintrittstests. Auch der Jugend- und Schulsport soll ab Mitte März möglich sein. „Das heutige Paket ist der Einstieg in die Regionalisierung“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Im Vorfeld wurde die Idee von der Opposition kritisiert.

Das Öffnen der Gastgärten sei dem privaten, unkontrollierten Treffen von Menschen vorzuziehen, meinte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bei der Pressekonferenz. In der Gastronomie gebe es gewisse Regeln und die Möglichkeit des Contact-Tracing.

Keine klare Inzidenz-Grenze für die Öffnung von Regionen

Der Vizerektor der Universität Wien, Oswald Wagner, will die Gesamtheit der Situation in einer Region betrachten, bevor Schritte gesetzt werden. Demnach sind nicht nur der Inzidenzwert, sondern auch Faktoren wie die Anzahl der belegten Betten in Intensivstationen relevant. „Die Inzidenz ist der wichtigste Faktor, aber sicher nicht der einzige“, ergänzte Kurz.

Seit heute gibt es kostenlose Selbsttests in Österreichs Apotheken. Diese dienen aber nicht als Bestätigung, etwa für Friseurbesuche, sondern lediglich als Selbstkontrolle.

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