Ist das Ende von 2G die Rettung für die Gastronomie? Experte zweifelt

Branchenvertreter fordern die Aufhebung der 2G-Plus-Regeln in Gastronomie und Hotellerie. Aber führen Corona-Lockerungen zwangsläufig zu besseren Geschäften?
Feber 7, 2022

Derzeit herrscht scheinbar ein Tauziehen zwischen den verschiedenen „G-Regeln“: 2G, 2G-Plus, 3G – einerseits gilt es, die Ausbreitung der Omikron-Variante einzudämmen, andererseits gehen Corona-Beschränkungen in der Regel mit Umsatzverlusten für von der Krise ohnehin schon stark betroffene Branchen einher.

Dehoga fordert Ende von 2G

Branchenvertreter fordern ein Ende: 73,3 Prozent der in einer kürzlich vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) durchgeführten Umfrage befragten Betriebe fordern die Abschaffung der 2G-Plus-Regeln.

In Österreich fällt die 2G-Regel für Gastronomie und Hotellerie am 19. Februar. Eine Lockerung, die von den meisten Betrieben begrüßt wird – doch viele Hotels und Restaurants bleiben zur Sicherheit der Gäste trotzdem freiwillig dabei, einen Impf- oder Genesungsnachweis beim Einchecken zu verlangen. Auch Wien geht hier wieder einmal einen eigenen Weg und hebt 2G zwar ab 12. Februar für den Handel, nicht aber für die Gastronomie auf.

3G könnte positiv oder negativ wirken

Dass die Branche unter den Corona-Einschränkungen wie Sperrstunden leidet, ist unumstritten – doch die Frage, ob das Aufheben von 2G bzw. 2G-Plus positive wirtschaftliche Effekte hätte, ist nicht ganz geklärt. Dem Hausverstand liegt die Annahme nahe, dass zusätzliche Hürden potenzielle Spontangäste abschreckt. Professor Holger Görg, Präsident des Kiel Institut für Weltwirtschaft, glaubt aber, dass die Antwort nicht so einfach ist.

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Die Gastronomie ist am Scheideweg zwischen 2G und 3G – doch was ist eigentlich besser für die Umsätze?

Derzeit herrscht scheinbar ein Tauziehen zwischen den verschiedenen „G-Regeln“: 2G, 2G-Plus, 3G – einerseits gilt es, die Ausbreitung der Omikron-Variante einzudämmen, andererseits gehen Corona-Beschränkungen in der Regel mit Umsatzverlusten für von der Krise ohnehin schon stark betroffene Branchen einher.

Dehoga fordert Ende von 2G

Branchenvertreter fordern ein Ende: 73,3 Prozent der in einer kürzlich vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) durchgeführten Umfrage befragten Betriebe fordern die Abschaffung der 2G-Plus-Regeln.

In Österreich fällt die 2G-Regel für Gastronomie und Hotellerie am 19. Februar. Eine Lockerung, die von den meisten Betrieben begrüßt wird – doch viele Hotels und Restaurants bleiben zur Sicherheit der Gäste trotzdem freiwillig dabei, einen Impf- oder Genesungsnachweis beim Einchecken zu verlangen. Auch Wien geht hier wieder einmal einen eigenen Weg und hebt 2G zwar ab 12. Februar für den Handel, nicht aber für die Gastronomie auf.

3G könnte positiv oder negativ wirken

Dass die Branche unter den Corona-Einschränkungen wie Sperrstunden leidet, ist unumstritten – doch die Frage, ob das Aufheben von 2G bzw. 2G-Plus positive wirtschaftliche Effekte hätte, ist nicht ganz geklärt. Dem Hausverstand liegt die Annahme nahe, dass zusätzliche Hürden potenzielle Spontangäste abschreckt. Professor Holger Görg, Präsident des Kiel Institut für Weltwirtschaft, glaubt aber, dass die Antwort nicht so einfach ist.

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Die Gastronomie ist am Scheideweg zwischen 2G und 3G – doch was ist eigentlich besser für die Umsätze?

„Ob das einfache Aufheben der 2G- bzw. 2G+-Regeln für Handel und Gastronomie positive wirtschaftliche Effekte hätte, ist überhaupt nicht klar. Es könnte zu mehr Umsatz führen, weil Hürden für den Zugang zu Geschäften und Lokalen für alle wegfallen. Ebenso könnte der Umsatz aber sinken, weil ein Zugang für Ungeimpfte oder Ungetestete mehr potenzielle Kundinnen und Kunden abschreckt, die sich dann nicht mehr sicher fühlen.“, schreibt der Wirtschaftsforscher in einer Aussendung.

2G für mehr Kunden

Statt einer generellen Aufhebung von 2G rät Görg, zunächst in einzelnen Pilotprojekten die konkreten Auswirkungen von 3G zu beobachten.

2G-Regeln könnten sogar helfen, mehr Kunden anzulocken, die sonst aus Vorsicht alltägliche Aktivitäten – wie den Restaurantbesuch – vermeiden würden.

Pilotversuche seien deshalb nötig, weil ein Blick in Nachbarländer nur bedingt hilfreich sei, sagt der Experte. „Diese Länder hatten unterschiedliche Beschränkungen, haben unterschiedliche und häufig höhere Impfquoten und vielleicht auch andere Mentalitäten als in Deutschland.“

Was aber, wenn sich herausstellt, dass nicht die 2G-Beschränkungen, sondern die generelle Vorsicht der Menschen während der Pandemie das Problem für die Branche ist? „Wenn es die Beschränkungen sind, könnte die Politik schnell reagieren und Maßnahmen zurückfahren, soweit dies aus medizinischer Sicht angebracht erscheint. Ist es jedoch die Pandemie an sich, bleibt für die Politik nur die weitere Unterstützung der Wirtschaft, um sie durch diese schwierigen Zeiten zu bringen“, meint Görg.

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