Axel Ludwig – Hoteldirektor mit Angriffsplan

Reden wir über - Zukunftsmärkte, prominente Gäste und die Wichtigkeit eines F&B-Konzepts.
November 13, 2015

Foto: Werner Krug
Axel Ludwig angelehnt an eine Säule

Neue Konzepte

Axel Ludwig, seit Juli 2010 Direktor des „Vier Jahreszeiten Kempinski München“, sieht Brasilien und China als wachsende Märkte und will gemeinsam mit Sven Büttner als Küchenchef nun zwei neue Restaurants in München launchen. Denn: Restaurants wirken für Hotels wie ein Magnet.

ROLLING PIN: Laut Presseaussendung haben Sie 2010 als Direktor des „Vier Jahreszeiten Kempinski München“ 1460 Hände persönlich geschüttelt. Welcher Gast ist Ihnen am stärksten in Erinnerung geblieben?
Axel Ludwig: Die Prinzessin von Thailand, die uns im vergangenen Sommer besucht hat. Solche Momente sind immer besonders. Aber es waren auch Persönlichkeiten in unserem Haus wie Bono von U2 und natürlich viele Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft.

RP: Promis als Zugpferd für den Verkauf?
Ludwig:Der Gästemix ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Interessante Menschen zu sehen, ist immer ein Highlight. So etwas prägt die Marke…

Foto: Werner Krug
Axel Ludwig angelehnt an eine Säule

Neue Konzepte

Axel Ludwig, seit Juli 2010 Direktor des „Vier Jahreszeiten Kempinski München“, sieht Brasilien und China als wachsende Märkte und will gemeinsam mit Sven Büttner als Küchenchef nun zwei neue Restaurants in München launchen. Denn: Restaurants wirken für Hotels wie ein Magnet.

ROLLING PIN: Laut Presseaussendung haben Sie 2010 als Direktor des „Vier Jahreszeiten Kempinski München“ 1460 Hände persönlich geschüttelt. Welcher Gast ist Ihnen am stärksten in Erinnerung geblieben?
Axel Ludwig: Die Prinzessin von Thailand, die uns im vergangenen Sommer besucht hat. Solche Momente sind immer besonders. Aber es waren auch Persönlichkeiten in unserem Haus wie Bono von U2 und natürlich viele Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft.

RP: Promis als Zugpferd für den Verkauf?
Ludwig:Der Gästemix ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Interessante Menschen zu sehen, ist immer ein Highlight. So etwas prägt die Marke.

RP: Wie holen Sie sich die Promis ins Haus?
Ludwig: Man muss die Beziehung zu diesen Gästen pflegen und mit jenen, die diese Aufenthalte buchen, ständig in Kontakt bleiben. Und natürlich muss auch das Hotel als Produkt immer interessant bleiben.

RP: Derzeit erlebt Deutschland einen Boom an Hotel-Neubauten. Da nicht zu erwarten ist, dass im gleichen Maße die Anzahl der Gäste steigt, müssen zwangsläufig Hotels auf der Strecke bleiben. Wen trifft es?
Ludwig: Jene, die sich nicht weiterentwickeln. Kein Bereich eines Hotels darf auf der Stelle treten. Wir müssen die Bedürfnisse der Gäste erkennen und proaktive Angebote stellen. Das Sales-Team muss Sorge tragen, dass die Kontakte zu den Kanälen, wo das Geschäft hereinkommt, ständig gepflegt und ausgebaut werden. Das Marketing muss funktionieren und die PR-Abteilung das Haus regional und überregional bekannt machen. Schließlich ist es unumgänglich, dass wir uns auf die neuen Märkte einstellen.

RP: Die da wären?
Ludwig: Die BRIC-Staaten zum Beispiel (Anm.: Brasilien, Russland, Indien und China). Wenn die Vorhersagen zutreffen, werden diese Märkte stark anwachsen. Vor allem Brasilien und China sind interessante Zukunftsmärkte.

RP: Ihr Hauptmarkt?
Ludwig: Ist Deutschland mit 45 Prozent unserer Gäste. Dann natürlich die USA, Russland, der Mittlere Osten und England sowie alle Nachbarstaaten.

RP: 2009 lotste das „Vier Jahreszeiten“ Küchenchef Sven Büttner von Hamburg nach München, um für einen gastronomischen Aufschwung zu sorgen. Auf den Michelin-Stern wartet man aber noch.
Ludwig: Der Stern war nie die Vorgabe. Wir bauen das F&B-Konzept neu auf und werden das in den kommenden Jahren umsetzen. Mit Sven habe ich von 2003 bis 2006 gemeinsam im „Kempinski Atlantic“ in Hamburg gearbeitet. Er hat sich mit seiner jungen, wilden Küche einen wahnsinnig guten Namen gemacht. Seine Kochkunst und Kreativität werden auch in München viel bewegen.

RP: Die Kulinarik wird bei Kempinski ja großgeschrieben (Anm.: 11 Sterne in der Collection). Ein wichtiges Tool zur Gästegewinnung?
Ludwig: Das ist wie ein Magnet für die Hotels. Mit den Restaurants, besonders den Gourmetrestaurants, setzen wir uns am deutlichsten von unseren Mitbewerbern ab. Die Sterneköche tragen mit ihren Namen und Restaurants dazu bei, das Gesamtangebot der Hotels attraktiver zu machen.

RP: Welche Änderungen im F&B-Bereich sind in München angedacht?
Ludwig: Wir sprechen unter anderem von zwei neuen Restaurants, die wir launchen wollen. Eines davon sicher im gehobenen Segment. Derzeit diskutieren wir die Ideen mit der Geschäftsleitung in Genf. Man muss natürlich bedenken, dass in München die Restaurant-Szene sehr präsent ist, deshalb ist der Kampf um den Gast stärker als in anderen Städten. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir mit unseren Konzepten genau richtig liegen werden und hier wesentlich angreifen werden.

Vom Koch zum Hotel-Direktor

Seit Juli 2010 leitet Axel Ludwig das Kempinski-Flagschiff „Vier Jahreszeiten“ in der Münchner Maximilianstraße.

Die Ziele des 39-jährigen Axel Ludwig waren immer ehrgeizig. Nach seiner Kochlehre bei der Maritim-Hotelkette arbeitete der Bonner acht Jahre in der Top-Gastronomie mit dem Ziel eines eigenen, mit Michelin-Sternen dekorierten Restaurants. Doch dann änderte Ludwig die Richtung und besuchte die Hotelfachschule in Garmisch-Partenkirchen. Sein neuer Plan: In nur zehn Jahren an der Spitze eines Hotels zu stehen – es brauchte nur neun. Nach Stationen im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg und dem Hotel Baltschug in Moskau leitete er das Kempinski Hotel Barbaros Bay Bodrum. Zuletzt war er für die Openingphase des Kempinski Nile Hotels als General Manager verantwortlich. Seit Juli 2010 leitet er das Traditionshaus der Kempinski-Gruppe, das „Vier Jahreszeiten“ in München.

www.kempinski.com/de/munich

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