Ritter ohne Furcht und Tadel

Dienstältester CEO der Branche und Hotelier mit Leib und Seele. Kurt Ritter leitet Rezidor seit 35 Jahren und hat noch lange nicht genug. über Designhotels und den Zukunftsmarkt Russland.
November 13, 2015

Fotos: www.rezidor.com, gerryoleary.com, Gregory De Muylder, Paul Thuysbaert
Kurt Ritter, Leiter des Rezidor

ROLLING PIN: Wie sind Sie mit dem wirtschaftlichen Jahr 2011 zufrieden und was erwarten Sie für das schwierige Jahr 2012?
Kurt Ritter: Die Eurokrise und die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten haben das Geschäft 2011 natürlich negativ beeinflusst. Wir mussten eine Menge Energie investieren, um unser RevPAR (Anm. der Redaktion: Logiserlös pro verfügbarem Zimmer) zumindest um 3,7 Prozent zu erhöhen, unsere Pipeline mit Hotels in der Entwicklung in so gutem Zustand wie früher zu erhalten und um unser Momentum im Hinblick auf Neueröffnungen zu halten. Ich glaube nicht, dass 2012 wesentliche Erleichterung bringen wird. Für uns geht es jetzt darum, unsere globale Zusammenarbeit mit Carlson weiter zu stärken und in Europa, dem Nahen Osten und Afrika smart und profitabel weiter zu wachsen.

RP: Sie haben die Gründung der Carlson Rezidor Hotel Group angesprochen. Welchen Mehrwert versprechen Sie sich durch die Zusammenlegung dieser zwei Unternehmen?
Ritter: Wir haben eine strategische Partnerschaft beschlossen und bekannt gegeben, bei der zwei Unternehmen einerseits bleiben, was sie sind, andererseits aber Kräfte bündeln, um global stärker sein zu können. Die Carlson Rezidor Hotel Group ist, bezogen auf die Zimmeranzahl, die neuntgrößte Hotelgruppe der Welt und konzentriert sich auf vier Bereiche. Erstens: Revenue Generation. Unser Ziel ist es, bis 2015 mehr als 300 Millionen Euro zusätzliches Revenue sowie ein RevPAR-Index-Plus von mehr als neun Punkten zu erzielen. Zweitens: Branding. Wir möchten unsere Marken…

Fotos: www.rezidor.com, gerryoleary.com, Gregory De Muylder, Paul Thuysbaert
Kurt Ritter, Leiter des Rezidor

ROLLING PIN: Wie sind Sie mit dem wirtschaftlichen Jahr 2011 zufrieden und was erwarten Sie für das schwierige Jahr 2012?
Kurt Ritter: Die Eurokrise und die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten haben das Geschäft 2011 natürlich negativ beeinflusst. Wir mussten eine Menge Energie investieren, um unser RevPAR (Anm. der Redaktion: Logiserlös pro verfügbarem Zimmer) zumindest um 3,7 Prozent zu erhöhen, unsere Pipeline mit Hotels in der Entwicklung in so gutem Zustand wie früher zu erhalten und um unser Momentum im Hinblick auf Neueröffnungen zu halten. Ich glaube nicht, dass 2012 wesentliche Erleichterung bringen wird. Für uns geht es jetzt darum, unsere globale Zusammenarbeit mit Carlson weiter zu stärken und in Europa, dem Nahen Osten und Afrika smart und profitabel weiter zu wachsen.

RP: Sie haben die Gründung der Carlson Rezidor Hotel Group angesprochen. Welchen Mehrwert versprechen Sie sich durch die Zusammenlegung dieser zwei Unternehmen?
Ritter: Wir haben eine strategische Partnerschaft beschlossen und bekannt gegeben, bei der zwei Unternehmen einerseits bleiben, was sie sind, andererseits aber Kräfte bündeln, um global stärker sein zu können. Die Carlson Rezidor Hotel Group ist, bezogen auf die Zimmeranzahl, die neuntgrößte Hotelgruppe der Welt und konzentriert sich auf vier Bereiche. Erstens: Revenue Generation. Unser Ziel ist es, bis 2015 mehr als 300 Millionen Euro zusätzliches Revenue sowie ein RevPAR-Index-Plus von mehr als neun Punkten zu erzielen. Zweitens: Branding. Wir möchten unsere Marken mit den gleichen Servicestandards ausstatten, dies gilt vor allem für Radisson. Drittens: Purchasing. Globaler Einkauf bringt uns natürlich große Vorteile. Und viertens: Human Resources. Wir möchten unseren 80.000 Angestellten internationale Entwicklungs- und Trainingschancen eröffnen.

Rezidor-Hotspots
RP: Wo sehen Sie in der Zukunft das größte Wachstumspotenzial für Rezidor?
Ritter: Rezidor konzentriert sich vor allem auf die jungen Märkte Russland und die GUS-Länder. Auch Afrika, das sehr große natürliche Ressourcen und immer stabilere politische und wirtschaftliche Systeme hat sowie ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage bei internationalen Hotels aufweist. In Russland sind wir bereits der größte internationale Hotelbetreiber. In Afrika haben wir die größte Pipeline an Hotelzimmern in der Entwicklung. Diese guten Positionen möchten wir in den kommenden Jahren weiter festigen und ausbauen.

Die Eurokrise hat das Geschäft 2011 natürlich negativ beeinflusst.
Kurt Ritter, CEO Rezidor Hotel Group

RP: Luxushotels von Stardesignern sind anscheinend immer mehr im Kommen. Auch unter Rezidor gibt es die Fashionmarke Missoni. Ein wichtiger Trend?
Ritter: In jedem Fall ein wichtiger Nischenmarkt. In sehr vielen Regionen der Welt, besonders im Nahen Osten, sind die Gäste sehr empfänglich für diese neue Art des Luxus-Lifestyles. Hotel Missoni ist meiner Ansicht nach ganz besonders unter den Designerhotels: Bei vielen Designerhotels können Sie auf den ersten Blick nicht sagen, welcher Star dahintersteht, da alles schön in Schwarz, Grau, Beige und Weiß gehalten ist. Bei Hotel Missoni wissen Sie dagegen mit dem ersten Schritt in die Lobby, dass dies ein Missoni-Design ist.

Rezidor-Suite
RP: Auf welche Bereiche muss man sich in der heutigen Zeit als erfolgreicher Hotelier ganz besonders konzentrieren?
Ritter: Man muss in vielen verschiedenen Bereichen fit sein, zum Beispiel im Verkauf, Marketing, PR, Recht oder Betriebswirtschaft. Ein erfolgreiches Hotel hat nicht nur eine gute Auslastung zu guten Raten, sondern auch einen guten und möglichst wachsenden Marktanteil. Ein erfolgreicher Hotelier kann aber nur der sein, der im Grunde seines Herzens gerne Gastgeber ist und Gäste gerne bedient. Viele Top-Manager unserer modernen Branche kommen aus anderen Industrien, ob dies nun Softdrinks, Autos oder Werkzeuge sind. Ich bin mir nicht immer sicher, ob sie auch gerne und gute Gastgeber sind.

RP: Sie sind bereits seit 35 Jahren für Rezidor tätig. Wie hat sich die Hotellerie in dieser Zeit verändert und wie schafft man es immer, am Puls der Zeit zu bleiben?
Ritter: Es hat sich natürlich vieles verändert. Der globale Tourismus ist enorm gewachsen und heute ein größerer Wirtschaftssektor als die globale Autoindustrie. Es gibt neue Märkte wie Russland, Afrika, China, Indien und Brasilien. Unsere Branche ist auf mehr als 1000 Hotelmarken gestiegen. Auch das Hotel selbst sieht heute anders aus: In meiner Jugend war gerade „Zimmer mit privatem Bad“ im Kommen, heute sind wir Meilen weiter. Ein modernes Hotel ist nicht mehr nur ein Platz zum Übernachten, sondern ein Platz zum Leben. Ich möchte aber auch hinzufügen, was sich nicht geändert hat: Die Hotellerie ist nach wie vor ein
„people business“ und dreht sich letzten Endes um Service, Service, Service.

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