Tantris sortiert sich neu: Hahn verlässt den Münchner Gourmet-Tempel
Das Tantris war nie einfach nur ein Restaurant. Es war Bühne, Denkmal, Mythos – und nach der Ära Hans Haas auch eines der spannendsten Umbauprojekte der deutschsprachigen Spitzengastronomie. Jetzt verliert dieses neue Tantris einen seiner wichtigsten Architekten: Matthias Hahn, Executive Chef und kulinarischer Direktor, verlässt nach sechs Jahren das Tantris Maison Culinaire.

Das Tantris war nie einfach nur ein Restaurant. Es war Bühne, Denkmal, Mythos – und nach der Ära Hans Haas auch eines der spannendsten Umbauprojekte der deutschsprachigen Spitzengastronomie. Jetzt verliert dieses neue Tantris einen seiner wichtigsten Architekten: Matthias Hahn, Executive Chef und kulinarischer Direktor, verlässt nach sechs Jahren das Tantris Maison Culinaire.

Hahn war 2020 nach München gekommen, um gemeinsam mit Felix und Sabine Eichbauer sowie Benjamin Chmura das vielleicht heikelste Kapitel der jüngeren Tantris-Geschichte zu gestalten: den Neustart nach Hans Haas. Aus der Legende wurde ein neues kulinarisches Ensemble – mit dem Zwei-Sterne-Restaurant Tantris, dem Ein-Sterne-Restaurant Tantris DNA und der Bar Tantris.
Unter Hahns Mitwirkung fand das Haus seine heutige Form. Kulinarisch liegt die Verantwortung inzwischen bei Benjamin Chmura, der beide Restaurants des Hauses leitet. Damit ist die Küche operativ gebündelt – nun wird auch die Führung neu geordnet. Sabine Eichbauer übernimmt künftig als CEO die Gesamtleitung des Tantris Maison Culinaire und folgt damit in der Tradition des familiengeführten Hauses auf ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Schwiegervater Fritz Eichbauer.
„Das Tantris ist ein Haus, das von seinen Menschen lebt. Von ihrer Leidenschaft, ihrer Neugier und ihrer Bereitschaft, immer wieder neu zu denken“, wird Sabine Eichbauer in der Aussendung zitiert. Besonders freue sie sich über die vielen jungen, talentierten Frauen im Team, deren Begeisterung sie weiter stärken wolle.
Felix Eichbauer würdigt Hahn als „einen der versiertesten Kenner der internationalen Spitzengastronomie“. Seine Erfahrung, sein Blick für Exzellenz und seine Leidenschaft für das Handwerk hätten den neuen Weg des Tantris wesentlich geprägt.