Corona-Virus: TV-Koch und Multigastronom Floyd Cardoz verstorben

Der charismatische Spitzenkoch, der zuletzt in der zweiten Staffel von David Changs Kultsendung Ugly Delicious zu sehen war, ist damit das erste berühmte Todesopfer der internationalen Gastro-Branche.
März 26, 2020 | Fotos: Screenshots Instagram

Was ist passiert?

Gestern am späten Nachmittag war es traurige Gewissheit: Der indische und in New York lebende TV-Koch und Multigastronom Floyd Cardoz ist tot. Mit gerade 59 Jahren erlag der kosmopolitische Spitzenkoch und Gewinner der beliebten Kochsendung „Top Chef Masters“ dem Corona-Virus.

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Noch von seinem Krankenbett aus machte Floyd Cardoz dieses Photo von sich selbst. Dabei verwies er auf einen Post, den er zwar gleich wieder gelöscht, der aber offenbar für große Beunruhigung unter seinen Followern gesorgt hatte.

Nur eine Woche vor seinem Tod hatte Cardoz wegen starken Fiebers ein New Yorker Krankenhaus aufgesucht. Daraufhin ließ sein Unternehmen The Hunger Inc. mitteilen, dass der Starkoch positiv auf das Corona-Virus getestet worden war.

Jüngst erlangte der charismatische, kulinarische Grenzen genauso spielerisch wie enthusiastisch überwindende Spitzenkoch durch seinen Auftritt in der zweiter Staffel von David Changs Kultserie Ugly Delicious unter internationalen Foodies große Bekanntheit.

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Für Ugly-Delicious-Host David Chang brach gestern eine Welt zusammen.

Wer war Floyd Cardoz?

Im indischen Mumbai aufgewachsen, absolvierte Cardoz die renommierte Les Roches culinary school im schweizerischen Kanton Wallis. Daraufhin ging Cardoz nach New York, wo er 1998 das bahnbrechende indische Restaurant Tabla zusammen mit Danny Meyer gründete.

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Auch die New-Yorker-Gastro-Szene steht unter Schock, wie das Posting von Daniel Humm auf Instagram verdeutlicht.

Später leitete er auch die kulinarischen Geschicke von Meyers North End Grill. Spätere Projekte im Big Apple waren etwa das Pao Walla im Szeneviertel Soho oder das Bombay Bread Bar, das allerdings vergangenes Jahr schließen musste.

In seiner Heimatstadt Mumbai hatte Cardoz ebenfalls Restaurants – wie zum Beispiel das Bombay Canteen, das O Pedro oder das Bombay Sweet Shop.

Hier geht’s zum Gastro-Live-Ticker rund um das Coronavirus.

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