NGG an Dehoga: Aufstockung des Corona-Kurzarbeitergelds für Gastgewerbe

Dehoga Hessen und Gewerkschaft für Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hoffen auf Ausweg aus Corona-Krise für Gastgewerbe.
März 17, 2020

 

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Mit der Schließung von Kneipen und Einschränkungen für Restaurants und Hotels wegen des Coronavirus stellt sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Hessen auf harte Krisenwochen ein. „Auch wir rechnen noch mit weiteren Einschränkungen“, sagte Hauptgeschäftsführer Julius Wagner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Es wird sicher Entlassungen geben.“ Allerdings habe bereits die Erleichterung der Kurzarbeit auch in kleineren Betrieben geholfen, um Mitarbeiter zu halten.

„Wir haben bereits seit 14 Tagen den totalen Rückgang“, sagte Wagner. Restaurants vor allem in größeren Städten hätten schon von sich aus abends geschlossen, weil das Geschäft sich nicht mehr lohne. Das Gastgewerbe brauche Förderungen, sonst drohe vor allem kleineren Betrieben in ein bis zwei Monaten die Insolvenz. Allerdings hätten Landes- und Bundesregierung auch schnell gehandelt, nicht nur bei der Lockerung der Kurzarbeit, sondern auch mit der Aussicht auf Finanzhilfen. Zudem sollten Darlehen erleichtert werden. Aber für Betriebe, die keine Liquiditätsdecke hätten, sei die Tilgung dann eine Doppelbelastung. «Wir brauchen ein Nothilfeprogramm mit Geldern, die nicht zurückgezahlt werden müssen.»

NGG: Mehr Kurzarbeitergeld für Branche

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte für die Branche in Frankfurt vom Dehoga, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. „Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben“, sagte Peter-Martin Cox von der NGG-Region Rhein-Main. Zwar würden sie Kurzarbeitergeld bekommen. Das liege aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens. Das Gastgewerbe in Hessen umfasst dem Dehoga zufolge knapp 18.000 Betriebe, mit mehr als 150.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro.

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