„Bad Vegan“: Die unglaubliche Geschichte einer New Yorker Gastronomin

Nach Netflix-Hits wie "Tiger King" und "Tinder Swindler" sprechen jetzt alle über die neue Doku-Serie "Bad Vegan" – die wahre Geschichte einer Food-Trendsetterin, die wegen Diebstahl und Betrug verurteilt wurde.
März 18, 2022 | Fotos: Netflix

Nachdem die Netflix-Serien über die Betrügerin Anna Delvey und dem „Tinder Swindler“ Simon Leviev zu weltweiten Publikumsmagneten wurden, schießt der Streaming-Dienst nun mit einer neuen True-Crime-Doku nach, die das Zeug zur neuen Massen-Obsession hat. Die Geschichte ist nämlich so spannend wie unglaublich.

Damit hat Regisseur Chris Smith Erfahrung, er ist nämlich auch Producer von „Tiger King“, der Doku-Serie über einen exzentrischen Wildkatzen-Sammler, die zu Beginn der Corona-Pandemie so populär wurde, dass sogar eine zweite Staffel produziert wurde.

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Sarma Melngailis leitete ein erfolgreiches Restaurant in New York, bevor sie sich in einem Netz aus Lügen und Betrug verstrickte

In „Bad Vegan: Berühmt und betrogen“ geht es um die Gastronomin Sarma Melngailis, die sich zu einer Zeit, als vegane Ernährung noch keineswegs Mainstream war, mit einem veganen Restaurantkonzept zur Food-Trendsetterin hocharbeitete. Ihr 2004 gegründetes Restaurant „Pure Food And Wine“ wurde schnell zum Gourmet-Hotspot in New York, wo Promis wie Alex Baldwin und Gisele Bündchen sich die Klinke in die Hand gaben.

Restaurant-Mitarbeiter gingen auf die Straße

2011 lernte Melngailis einen gewissen Shane Fox kennen, der sich später als gewiefter Betrüger mit mehreren Identitäten herausstellen sollte. Er zog die Unternehmerin über Jahre in seinen Bann, heiratete sie und brachte sie dazu, insgesamt mehr als eine Million Dollar auf sein Konto zu überweisen. Dafür versprach er ihr unter anderem, sie und ihren Hund unsterblich zu machen. Als sie ihre Angestellten im Restaurant zum wiederholten Mal nicht mehr bezahlen konnte, gingen die Mitarbeiter auf die Straße und machten mit öffentlichen Protesten ihrem Ärger Luft. Schließlich mussten Melngailis und ihr Ehemann von der Polizei fliehen.

Die Geschichte ist voll von unerwarteten Wendungen und unglaublichen Vorgängen, von denen hier nicht zu viel verraten werden soll. Wovon aber die eigentliche Faszination ausgeht, ist die Frage, die sich durch alle vier Folgen zieht: Wie kann jemand auf so einen Typen reinfallen?

Das kann bis zum Ende nicht ganz erklärt werden, nicht einmal von Melngailis selbst, die in der Serie zu Wort kommt und die Vorkommnisse aus ihrer eigenen Sichtweise nacherzählt. In den Interview-Segmenten wirkt sie recht vernünftig und selbstreflektiert, was wiederum Beunruhigung auslöst. Denn man fragt sich unweigerlich: Könnte so etwas jedem passieren? Oder hat Melngailis selbst nicht so eine reine Weste und war wissentlich in die Betrügereien verwickelt? Die unglaubliche Story, die damals New Yorker Schlagzeilen beherrschte, wird durch „Bad Vegan“ jedenfalls erneut zum Gesprächsthema Nummer eins.

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