Harald Hutmacher klagt A-ja Resort

Der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter des A-ja Resort und Hotel GmbH klagt gegen seinen Arbeitgeber beim Landesgericht Rostock.
Juli 24, 2017 | Fotos: A-rosa

Nach der Causa Wohlfahrt gegen die Traube Tonbach klagt nun auch Holger Hutmacher gegen seinen Arbeitgeber A-ja Resort und Hotel GmbH und Eigentümer Horst Rahe. Bereits am 7. Juli ist Hutmacher als Geschäftsführer gekündigt worden und auch seine Gesellschafterbeziehungen mit Firmenanteilen von fünf Prozent wurden in Folge dessen aufgelöst. Am Montag wurde auf der Gesellschafterversammlung der Deutschen Seereederei, zu der A-ja gehört, auch noch eine ”fristlose Kündigung des Geschäftsführeranstellungsvertrages aus wichtigem Grunde” beschlossen. Bei seiner Abstellung sei auch ein Hausverbot für die Geschäftsräume der Gesellschaft über ihn verhängt worden. Die Branche rätselt nun zum wiederholten Male, wie es so weit kommen konnte.
Holger Hutmacher, A-ja Resort und Hotel GmbH, Deutsche Seereederei

Drei Verfahren laufen

Hutmacher klagte beim Landesgericht Rostock einerseits gegen die Abberufung des Hausverbots und andererseits gegen verweigerte Ausgleichs- und Tantiemezahlungen. Dazu kommt nun noch ein drittes Verfahren, indem es um die Feststellung des Fortbestehens des Geschäftsführeranstellungsvertrages geht. Dieser Vertrag regelt alle finanziellen Angelegenheiten, die einen Geschäftsführer einer GmbH betreffen.

Horst Rahe, Eigentümer der Deutschen Seereederei, zu der unter anderem auch das A-ja Resort gehört, wäre nie zu ernsthaften Gesprächen bereit gewesen, um die Verträge anständig aufzulösen, so Hutmachers Anwalt. Er hätte auch ein gemeinsames Gespräch mit den Anwälten beider Parteien verweigert und stattdessen ein Hausverbot über ihn verhängt. Schon seit einiger Zeit hätte es keine Einigkeit über die zukünftige Geschäftsführung zwischen der DSR und Hutmacher gegeben.

Hutmachers Anwalt erklärt den Fall wie folgt: Das A-ja Resort ist ein neuartiges, in den Betriebskosten einzigartig effizientes Ferienhotelkonzept mit einem modularen System, bei dem Gäste nur das bezahlen, was sie in Anspruch nehmen. Hutmacher sei der Ideengeber und Entwickler dessen gewesen und hätte so dazu beigetragen, den Reisemarkt zu revolutionieren und zu demokratisieren. Daraus resultieren auch die Ansprüche Hutmachers, die nun eingeklagt werden.

Diese Vorfälle erinnern stark an die Causa rund um Jost Deitmar und das Louis C. Jacob in Hamburg, das auch im Besitz von Horst Rahe ist. Wie wir berichteten, ist auch diese Beziehung im Streit auseinander gegangen, da Rahe Deitmars Vertrag als Hoteldirektor nicht mehr verlängert und ihm zudem öffentlich Ineffizienz vorgeworfen hat.
www.ajaresorts.de

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