Heizpilze: Umweltbundesamt sieht Übergangserlaubnis als vertretbar

Außenbereiche von Gastronomien sollen auch im Winter nutzbar bleiben. In der Debatte rund um Heizpilze gibt es neue Infos.
September 28, 2020 | Fotos: Shutterstock

Heizpilze bzw. Heizschwammerln sind wohl die offensichtlichste Möglichkeit, Außenbereiche von Restaurants etc. auch im Winter nutzbar zu machen. Aufgrund ihrer schlechten Umweltbilanz sind sie aber sehr umstritten. Nun hat sich aber Dirk Messner, Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, zu Wort gemeldet. Er halte Heizpilze als vorübergehende Lösung für in Ordnung. „Für eine Übergangszeit – etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt – ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar.“

Heizpilze bzw. Heizschwammerln sind wohl die offensichtlichste Möglichkeit, Außenbereiche von Restaurants etc. auch im Winter nutzbar zu machen. Aufgrund ihrer schlechten Umweltbilanz sind sie aber sehr umstritten. Nun hat sich aber Dirk Messner, Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, zu Wort gemeldet. Er halte Heizpilze als vorübergehende Lösung für in Ordnung. „Für eine Übergangszeit – etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt – ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar.“

heizpilz-winter-corona

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt diesen Zuspruch von Messner. Er hatte schon im Vorfeld stark für den Einsatz von Heizpilzen plädiert. Hauptpunkt seiner Argumentation ist die größere Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen. Wir müssen abwägen: Gehen wir in die Lokale und vergrößern das Risiko einer Ansteckung? Oder bleiben wir länger draußen, als wir das normalerweise könnten, und nehmen die elektrischen Heizstrahler?“

Berlin will Infrarotstrahler statt Heizpilze

Andere Wege will man in Berlin gehen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hatte sich bereits am Freitag mit Vertretern der Gastronomie-Branche und der Berliner Bezirke getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dort war man sich einig, dass eine verstärkte Nutzung der Außenbereiche ermöglicht werden soll. Das soll durch „schnelle Genehmigungen, Überdachungen und Einhausungen, die unbürokratisch ermöglicht werden sollen, und CO2-arme Wärmequellen wie Infrarotstrahler“ erreicht werden.

„Für eine Übergangszeit – etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt – ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar.“
Dirk Messner, Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, zu Heizpilzen in der Gastronomie

Ein Problem bleibt wohl weiterhin, dass noch keine einheitlichen Regelungen für die Winterzeit gelten. Dennoch scheint man sich einig zu sein, dass man den Gastronomen unter die Arme greifen sollte. Wie genau das schließlich bundesweit aussehen wird, ist noch unklar. Auch in Österreich wartet man noch auf klare Ansagen. Wie in Deutschland wird hier eine Ausnahme für den Corona-Winter gefordert.

Mehr zur Heizpilzdebatte findet ihr hier.

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