Italien steht vor einer Zäsur. Wie der Guardian aktuell berichtet, könnte das Land bald das Ende einer jahrtausendealten kulinarischen Tradition besiegeln. Ein neuer Gesetzentwurf, eingebracht von der Abgeordneten Michela Vittoria Brambilla, will Pferden, Eseln und Maultieren den Status von Haustieren verleihen. Damit wären sie rechtlich Hunden und Katzen gleichgestellt.

Gefängnis statt Genuss
Der Entwurf umfasst 13 Artikel und hat es in sich: Wer künftig Pferde schlachtet oder deren Fleisch verkauft, dem drohen bis zu drei Jahre Haft und Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Um den Wandel zu erzwingen, sind eine allgemeine Chip-Pflicht für alle Equiden und ein 6-Millionen-Euro-Fonds für die Umstrukturierung der betroffenen Betriebe geplant.
Obwohl der Konsum rückläufig ist (von 70.000 Schlachtungen im Jahr 2012 auf rund 22.000 im Jahr 2024), bleibt das Pferd in Regionen wie Venetien oder Sizilien tief in der Kultur verwurzelt. Gerichte wie die Pastissada de caval aus Verona gelten sogar als Anwärter für das UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Verbot wäre das juristische Todesurteil für diese Traditionen.
Was vom kulinarischen Erbe übrig bleibt
Der Kampf um das Pferdefleisch ist mehr als eine Tierschutz-Debatte; es ist der Kulturkampf zwischen urbanem Zeitgeist und ländlicher Realität. Sollte Italien die Haftstrafen tatsächlich durchboxen, wird der Teller zum Tatort. Ein hoher Preis für ein bisschen gutes Gewissen.
Italien steht vor einer Zäsur. Wie der Guardian aktuell berichtet, könnte das Land bald das Ende einer jahrtausendealten kulinarischen Tradition besiegeln. Ein neuer Gesetzentwurf, eingebracht von der Abgeordneten Michela Vittoria Brambilla, will Pferden, Eseln und Maultieren den Status von Haustieren verleihen. Damit wären sie rechtlich Hunden und Katzen gleichgestellt.

Gefängnis statt Genuss
Der Entwurf umfasst 13 Artikel und hat es in sich: Wer künftig Pferde schlachtet oder deren Fleisch verkauft, dem drohen bis zu drei Jahre Haft und Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Um den Wandel zu erzwingen, sind eine allgemeine Chip-Pflicht für alle Equiden und ein 6-Millionen-Euro-Fonds für die Umstrukturierung der betroffenen Betriebe geplant.
Obwohl der Konsum rückläufig ist (von 70.000 Schlachtungen im Jahr 2012 auf rund 22.000 im Jahr 2024), bleibt das Pferd in Regionen wie Venetien oder Sizilien tief in der Kultur verwurzelt. Gerichte wie die Pastissada de caval aus Verona gelten sogar als Anwärter für das UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Verbot wäre das juristische Todesurteil für diese Traditionen.
Was vom kulinarischen Erbe übrig bleibt
Der Kampf um das Pferdefleisch ist mehr als eine Tierschutz-Debatte; es ist der Kulturkampf zwischen urbanem Zeitgeist und ländlicher Realität. Sollte Italien die Haftstrafen tatsächlich durchboxen, wird der Teller zum Tatort. Ein hoher Preis für ein bisschen gutes Gewissen.