Ambassade de I’lle – Der heißeste Resauranttipp

Das Ambassade de I'lle ist mehr als nur Londons heißester Restauranttipp. Küchenchef Jean-Christophe Ansanay-Alex erobert Großbritannien. Trotz gelähmter rechter Hand.
November 13, 2015

Fotos: Ambassade de I’lle
 Küchenchef Jean-Christophe Ansanay-Alex beim Vorkosten

In Frankreich, da muss man niemandem erzählen, wer Jean-Christophe Ansanay-Alex ist. Mit seinem Restaurant auf einer kleinen Insel bei Lyon, dem l’Auberge de l’Ile, hält der 42-Jährige seit 2002 zwei Michelinsterne. In Großbritannien war der Koch noch vor wenigen Wochen nur den eingefleischten Kennern der Szene ein Begriff. Nun jedoch, knapp fünf Monate nach der Eröffnung seines neuen Restaurants in London, dem Ambassade de l’Ile, spricht ganz England über Ansanay-Alex, sein modernes „Relais & Chateaux“-Restaurant, die einzigartige Cuisine und seine – für einen Koch nicht unwesentliche – Behinderung, die ihn in seiner Kunst so gar nicht einschränkt.

Aber der Reihe nach: Fünf Jahre lang suchte Ansanay-Alex nach einer geeigneten Location in London. Fündig wurde er im edlen Viertel South Kensington, direkt an der Grenze zu Chelsea, in einer Bibliothek, in der vor vielen Jahren das berühmte Bistro Chanterelle untergebracht war. Um umgerechnet mehr als 3 Millionen Euro kreierte der französische Designer Philippe Magnin du Sauzey ein Restaurant, das – so wird nicht nur in Großbritannien erzählt – zukunftsweisend für die Branche sein soll. Das Interieur in Weiß und Violett gehalten – am Tag edel, nachts ein prächtiges Farbenspiel.

Von jedem der 40 Plätze aus sieht man auf Flachbildschirme, die eine Liveschaltung in die Küche bieten. Jeder Tisch also ein Cheftable. Den „echten“ Cheftable gibt es aber natürlich auch. Der befindet sich die Wendeltreppe hinunter im Keller des Restaurants. Sechs Plätze, die einen exklusiven Einblick in die Geschehnisse der Küche geben und gut betuchten Gästen sowie Freunden des Hauses ein außergewöhnliches Erlebnis gewähren. Ebenfalls im Keller: der…

Fotos: Ambassade de I’lle
 Küchenchef Jean-Christophe Ansanay-Alex beim Vorkosten

In Frankreich, da muss man niemandem erzählen, wer Jean-Christophe Ansanay-Alex ist. Mit seinem Restaurant auf einer kleinen Insel bei Lyon, dem l’Auberge de l’Ile, hält der 42-Jährige seit 2002 zwei Michelinsterne. In Großbritannien war der Koch noch vor wenigen Wochen nur den eingefleischten Kennern der Szene ein Begriff. Nun jedoch, knapp fünf Monate nach der Eröffnung seines neuen Restaurants in London, dem Ambassade de l’Ile, spricht ganz England über Ansanay-Alex, sein modernes „Relais & Chateaux“-Restaurant, die einzigartige Cuisine und seine – für einen Koch nicht unwesentliche – Behinderung, die ihn in seiner Kunst so gar nicht einschränkt.

Aber der Reihe nach: Fünf Jahre lang suchte Ansanay-Alex nach einer geeigneten Location in London. Fündig wurde er im edlen Viertel South Kensington, direkt an der Grenze zu Chelsea, in einer Bibliothek, in der vor vielen Jahren das berühmte Bistro Chanterelle untergebracht war. Um umgerechnet mehr als 3 Millionen Euro kreierte der französische Designer Philippe Magnin du Sauzey ein Restaurant, das – so wird nicht nur in Großbritannien erzählt – zukunftsweisend für die Branche sein soll. Das Interieur in Weiß und Violett gehalten – am Tag edel, nachts ein prächtiges Farbenspiel.

Von jedem der 40 Plätze aus sieht man auf Flachbildschirme, die eine Liveschaltung in die Küche bieten. Jeder Tisch also ein Cheftable. Den „echten“ Cheftable gibt es aber natürlich auch. Der befindet sich die Wendeltreppe hinunter im Keller des Restaurants. Sechs Plätze, die einen exklusiven Einblick in die Geschehnisse der Küche geben und gut betuchten Gästen sowie Freunden des Hauses ein außergewöhnliches Erlebnis gewähren. Ebenfalls im Keller: der …

Ambassade de l’Ile… Privat-Diningroom. Ein lang gezogener Tisch im engen Raum, Platz für 12 Gäste – absolute Ruhe und Abgeschiedenheit für VIPs. Ansanay-Alex weiß, was Prominente wollen. Immerhin war er Mitte der 80er-Jahre Privatkoch der bereits verstorbenen Milliardärin Christina Onassis.

Exklusivität wird aber auch den „normalen“ Gästen gewährt. Ein Highlight im Restaurantbereich ist die Telefonzelle. Soweit man diesen Raum lapidar als solche bezeichnen darf. Schalldicht abgetrennt durch eine Glaswand lässt es sich in diesem Raum über eine Freisprechanlage telefonieren. Man sitzt gemütlich im Sessel und führt seine Gespräche. Gewählt wird auf einer überdimensionalen Telefontastatur, die sich über die komplette Wand erstreckt und im Design der alten englischen Telefonboxen gehalten ist.

Eine Brücke von der Klassik zur Moderne, die Ansanay-Alex auch in seinen kulinarischen Kreationen gekonnt schlägt. Klar, die Küche des Franzosen ist französisch. Großen Wert legt er aber darauf, möglichst alle Produkte aus der nahen Umgebung zu holen. „Ich will nicht mit einem französischen Produkt arbeiten, wenn ich ein gutes englisches habe. Und gerade beim Fleisch findet man hier Wunderbares.“ Nicht ganz so konkret ist Ansanay-Alex, wenn es um die Vorliebe für Fisch oder für Fleisch geht. „Das ist wie die Entscheidung zwischen blonden und dunkelhaarigen Frauen. Sie sind beide interessant.“

Viele bezeichnen Ansanay-Alex als sturen Kopf. Im positiven Sinn. Was er anpackt, funktioniert. Nicht zuletzt deshalb ist es auch zu erklären, dass er es zum hochdekorierten Koch schaffte, obwohl sein kompletter rechter Arm seit seinem 24. Lebensjahr gelähmt ist. Die Folgen eines Verkehrsunfalls. „Wenn man keine andere Wahl hat, dann muss man die Dinge so nehmen, wie sie kommen“, sagt Ansanay-Alex, dessen gesamte rechte Körperhälfte nach dem Unfall gelähmt war. Doch der Franzose trimmte seinen Körper mit Training und starkem Willen wieder zur Funktionstüchtigkeit. Bis auf den rechten Arm eben.

>> Kontakt
Ambassade de l’Ile
17/119 Old Brompton Road
London SW7 3RN
Tel.: +44 (0) 20/73 73 77 74
www.ambassadedelile.com

Was er mit einem Arm in der Küche fähig ist zu tun, das tut er. „Das Handwerk muss man im Kopf haben. Anders funktioniert es bei keinem Koch“, erklärt Ansanay-Alex, der auch bei der Weinkarte nichts dem Zufall überlassen wollte. Gut 500 unterschiedliche Tropfen zwischen 30 und 12.000 Euro pro Flasche lagern im Keller. Für die hohe Kunst der Küche vergleichsweise günstig das Lunch für umgerechnet 44 Euro (3 Gänge). Das 7-gängige Dinnermenü lässt man sich für 132 Euro schmecken. Das herrliche Ambiente des Restaurants inklusive.

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