Ein Tag mit Manuel Lechner

Begleiten Sie den Manager einen Arbeitstag lang und bekommen Sie Einblicke in die Welt des Hangar-7.
November 13, 2015

Manuel Lechner, Manager des Hangar 7 Acht Uhr morgens in Piding: Manuel Lechner sitzt beim Frühstück mit Frau und Kindern. Ein Fix- und Ruhepunkt in seinem sonst so stressigen Arbeitstag. Dieser Fixpunkt ist wichtig, „denn bei durchschnittlichen 13 Arbeitsstunden sieht man sich sonst gar nicht mehr“, sagt Manuel. Im Hangar-7 ist er von Beginn an dabei. 2003 startete er als Gastronomieleiter und Geschäftsführer im Restaurant Ikarus. Seit einem Jahr ist er Manager des Hangar-7 – tutto completo. Der bayrische Italiener – seine Großeltern stammen aus Südtirol – steht permanent unter Strom. 86 Personen arbeiten im Hangar-7; für alle ist er zuständig. Er ist Anlaufstelle für Mitarbeiter, Dreh- und Angelpunkt für Projekte und Ideenproduzent. Am Hangar-7 ist alles außergewöhnlich und spektakulär – die Ideen sind es natürlich auch. So zum Beispiel die monatlich stattfindende „Wednesday Night“. Die hat

Manuel Lechner, Manager des Hangar 7 Acht Uhr morgens in Piding: Manuel Lechner sitzt beim Frühstück mit Frau und Kindern. Ein Fix- und Ruhepunkt in seinem sonst so stressigen Arbeitstag. Dieser Fixpunkt ist wichtig, „denn bei durchschnittlichen 13 Arbeitsstunden sieht man sich sonst gar nicht mehr“, sagt Manuel. Im Hangar-7 ist er von Beginn an dabei. 2003 startete er als Gastronomieleiter und Geschäftsführer im Restaurant Ikarus. Seit einem Jahr ist er Manager des Hangar-7 – tutto completo. Der bayrische Italiener – seine Großeltern stammen aus Südtirol – steht permanent unter Strom. 86 Personen arbeiten im Hangar-7; für alle ist er zuständig. Er ist Anlaufstelle für Mitarbeiter, Dreh- und Angelpunkt für Projekte und Ideenproduzent. Am Hangar-7 ist alles außergewöhnlich und spektakulär – die Ideen sind es natürlich auch. So zum Beispiel die monatlich stattfindende „Wednesday Night“. Die hat Manuel Lechner ins Leben gerufen – eigentlich, um die „Threesixty Bar“ zu bewerben. Die anfängliche Idee mauserte sich zu einem komplett neuen Verständnis von Unterhaltung: „Die Wednesday Night ist eine Plattform, die Menschen zusammenbringen und Gespräche generieren soll. Jemanden zu unterhalten ist einfach. Menschen dazu zu bringen, sich miteinander zu unterhalten, ist schon schwieriger.“

Es ist Dienstag vor dem Event. Das Motto des kommenden Mittwochs: Spanien. Eine 15-köpfige Gitarrenband wird unplugged – und verteilt über den ganzen Hangar-7 – spielen. Dezent, damit die Gespräche nicht zu kurz kommen. Die Planung, die hinter dem Ganzen steht, ist enorm. Wolgang Kaufmann muss getroffen werden. Er ist der Barchef. Hat er alles, was er braucht? Ist mit den Aushilfen alles organisiert? Allein 22 Aushilfen sind für diese Abendveranstaltung geordert. Außerdem läuft parallel dazu noch ein drei Tage dauerndes Schülerquiz im Hangar-7. Die Kinder sind bis 16 Uhr im Haus, um 18 Uhr muss alles für die Wednesday Night fertig sein. Eine Herausforderung. Speziell eingeflogen wurde auch ein spanischer Barkeeper; Martin Russian aus dem Pacha Club auf Ibiza. Das Konzept wird von A bis Z durchgezogen, alles ist perfekt. Ein kurzes Briefing mit dem spanischen „Russian“ und Wolfgang Kaufmann und weiter geht’s. Eine Weindegustation steht auf dem Plan. Und beim Wein ist Manuel Lechner heikel. Die Weinkarte schreibt er selbst – eine Assistentin hat er nicht. In einer Stunde sechs weiße, vier rote Weine. Auge, Nase und Mund sind zu 100 % auf die edlen Tropfen konzentriert. Es wird getestet, wird verhandelt. „Wir nehmen alle“, sagt Manuel Lechner schließlich. Stefan Hummelbrunner liefert seit Jahren Weine für den Hangar-7 und kennt den Geschmack seines Auftraggebers gut.

zwei Herren stehen mit einer schwarzen Mappe in der Hand und unterhalten sich Das Handy läutet. „Ja, bin schon unterwegs.“ Eine Dame bewirbt sich als Rezept-ionistin. Das Gespräch findet auf der Terrasse des Restaurants Ikarus statt. Am Ende, die Frage nach dem Sternzeichen. Warum das? „Ich bin kein Esoteriker“ – so sieht er in seinem Anzug auch gar nicht aus – „Ich denke aber, dass man dennoch bei Einstellungen auf das Sternzeichen achten sollte. Man kann damit eine gewisse Harmonie in der Belegschaft erzeugen“. Er selbst ist Krebs, ebenso wie Hangar-7-Patron Eckart Witzigmann und Küchenchef Roland Trettl – der so ganz konträr zum Hangar-7-Manager erscheint. Mit einer Ehe vergleicht Lechner das Verhältnis zu Trettl. Sie seien absolut verschieden und könnten gerade deshalb voneinander so gut profitieren. Trettl, kreativ und etwas „durchgeknallt“. Lechner, geradlinig und etwas konservativ. „Er ist mein Seelenpartner – es funktioniert einfach“, sagt er. „Wir leben ein Arbeitsklima vor, wie wir uns das auch von unseren Mitarbeitern wünschen.“ Er selbst charakterisiert sich als ein „Wolf im Schafspelz“; er sei immer offen für sämtliche Belange und Wünsche der Mitarbeiter. Aber in dem Moment, wo er merke, dass er umgangen werde, könne er auch ganz anders! Sonst würde dieses System auch nicht funktionieren.
Manuel Lechner mit dem Kuechenchef Es ist immer noch Dienstag – Manuel Lechners Montag, denn montags hat er frei. Das Wochenmeeting wartet. Man bespricht, was gastronomisch passieren wird. Man geht die Reservierungen des Restaurants durch. Welche Stammgäste kommen? Welche Empfänge finden statt, welche Events? Eine neue Eismaschine fürs Carpe Diem Lounge Café ist geplant. Auch das will besprochen werden. Es scheint nichts zu geben, für das Manuel L. nicht zuständig ist. Er organisiert, koordiniert beinah rastlos und dennoch mit einer unglaublichen Ruhe – äußerlich zumindest. „Der Job ist stressig. Jeder Tag ist anders. Jeder Tag eine Herausforderung“ – und gerade deshalb liebt er seine Arbeit auch. Aber ohne den Rückhalt und das Verständnis seiner Familie könnte er sie nicht ausüben. „Meine Familie tankt mich auf.“

>> lebenslauf:

Geboren am 24. Juni 1972 in Dachau
Hotelfachschule Villa Blanca in Innsbruck
Chef de Rang und Sommelier in der Residenz Heinz Winkler, Aschau/Chiemgau
Chef de Rang im Restaurant Tristan, Portals Nous/Mallorca,
Commis de Rang im Restaurant Gerard Boyer Les Crayeres, Reims/Champagne
Restaurantchef, Sommelier und Geschäftsführer im Restaurant Am Marstall, München
2000/2001: Gastgeber des Jahres im VARTA-Führer
2003: Gastronomieleiter und gew. Geschäftsführer im Restaurant Ikarus/ Hangar-7, Salzburg
2006: Hangar-7-Manager
2007: Handelsrechtlicher Geschäftsführer der Hangar-7 GmbH & Co KG
Seit 2001 mit Gertrud verheiratet
Zwei Kinder: Elisabeth (5) und Maximilian (1½)

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