Pionier des Pop-UP

Ein Restaurant ohne fixe Adresse und Telefonnummer? Ja, das funktioniert. Mit „LudoBites“ hat Ludo Lefebvre gezeigt, wie man als Küchennomade zum Liebling der Gourmets mutiert.
November 13, 2015

Fotos: Nate Hoffman, Wesley Wong
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Hier kann man den Chef schreien hören. Er nimmt selbst die Bestellung auf. Er putzt sogar den Tisch. „Es ist wie in meinem Haus. Ich will diese Verbindung vom Gast zum Chef“, sagt Ludovic „Ludo“ Lefebvre über die intime Atmosphäre im „LudoBites“.

Das ist aber nicht die einzige Besonderheit an diesem Restaurant. Das Konzept nennt sich „Pop-Up“: Immer wieder switcht Lefebvre in ein anderes Restaurant und gibt dort seine Kochkünste zum Besten. Laufend variierendes Personal, neue Karten, wechselnde Gäste. Um die begehrten Plätze reißt man sich via E-Mail oder auf Facebook. Keine fixe Adresse oder Telefonnummer. So schnell, wie ein „LudoBites“ aufgetaucht ist, ist es auch schon wieder verschwunden…

Fotos: Nate Hoffman, Wesley Wong
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Hier kann man den Chef schreien hören. Er nimmt selbst die Bestellung auf. Er putzt sogar den Tisch. „Es ist wie in meinem Haus. Ich will diese Verbindung vom Gast zum Chef“, sagt Ludovic „Ludo“ Lefebvre über die intime Atmosphäre im „LudoBites“.

Das ist aber nicht die einzige Besonderheit an diesem Restaurant. Das Konzept nennt sich „Pop-Up“: Immer wieder switcht Lefebvre in ein anderes Restaurant und gibt dort seine Kochkünste zum Besten. Laufend variierendes Personal, neue Karten, wechselnde Gäste. Um die begehrten Plätze reißt man sich via E-Mail oder auf Facebook. Keine fixe Adresse oder Telefonnummer. So schnell, wie ein „LudoBites“ aufgetaucht ist, ist es auch schon wieder verschwunden.

LudoBites 1.0

Der Startschuss zu „LudoBites 1.0“ fiel 2007 in Los Angeles in der französischen „Breadbar“. Unter Gourmets schlug das Konzept ein wie eine Rakete. Gemeinsam mit seiner Frau Krissy, Juristin und außerdem Ludos Marketing-Guru, mietet der als „Celebrity Chef“ bekannte Franko-Amerikaner seitdem immer wieder Bäckereien, Frühstücks- oder Mittagslokale, um dort seine französisch angehauchten, innovativen Dinner-Kreationen zu servieren.

Zweimal das Gleiche kochen, das mag Lefebvre nicht. Extravagantes wie „Orientalische Muscheln mit Velouté, Heirloom- Tomaten und kleinen Pommes“ taucht ebenso auf der variierenden Karte auf wie Cocktails namens „Whisky Pumpkin Ginger“. Die Preise für die meist rund 15 Positionen bewegen sich im Rahmen von etwa 6 bis 14 Euro.

Ludo als Animateur, Ansager und Küchenchef bekommt man kostenlos dazu. Kein Wunder, dass seine größten Fans, die selbst ernannten „LudoBitches“, ihm ständig hinterherpilgern.

Neben dem mobilen Restaurant ist der Küchen-Exzentriker auch im „LudoTruck“ am Werken, der durch L.A.’s Straßen tourt. In diesem riesigen Lkw mit High-End-Küche zaubert er Gerichte wie „Fried Chicken“ oder „Crispy Fries“ – bodenständiges Essen, das vielleicht unspektakulär klingen mag, aber von Gourmet-Kritikern in den Himmel gelobt wird.

Mit Stillstand hat Ludo sowieso ein Problem. Er will die Grenzen Kaliforniens durchbrechen. Deshalb zog ihn sein letztes „LudoBites“-Projekt schon mal raus aus L.A., ins „Gravy“ nach Raleigh/North Carolina. Das nächste soll angeblich in New Mexico von der Bühne gehen, New York ist auch ein Thema. Und internationale Pläne? Hat er bereits im Kopf.

Ludovic LefebvreLudovic Lefebvre
Erfinder und Chef des mobilen „LudoBites“-Restaurants und des „LudoTrucks“.
www.ludolefebvre.com

Rock the kitchen!

Schon im zarten Alter von dreizehn ließ sich Ludo „Ludovic“ Lefebvre (39) von den Kochkünsten seiner französischen Großmutter inspirieren und begann eine Lehre in einer professionellen französischen Küche.

Ganze dreizehn Jahre lang begab er sich unter die Fittiche der Elite-Köche Frankreichs: Ikonen wie Pierre Gagnaire, Guy Martin sowie Alain Passard lehrten ihn sein Handwerk. Danach zog er los, um die Welt zu sehen. Es ging weiter nach West Hollywood in die „L’ Orangerie“ (mittlerweile geschlossen), in der er sich damals schnell die Position des Head Chefs sicherte und dem Lokal in Folge zum „Mobile Five Star Award“ (1999) verhalf.

Im Jahr 2010 wurde der wegen seiner vielen Tattoos und des Rockstar-Stylings auch als „Chamäleon-“ und „Celebrity-Chef“ bekannte Franko-Amerikaner vom „Time Magazine“ zum „Chef of the Future“ gekürt. „Relais & Châteaux“ wählte ihn unter die weltweit besten Küchenchefs. 2011 soll sein zweites Buch erscheinen, den TV-Deal für eine Serie namens „Ludo Bites America“ hat er ebenso bereits in der Tasche.

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