Editorial der Ausgabe 265: Wer bietet mehr?

Es ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel, der sich in den vergangenen zwei Jahren vollzogen hat. Die durch die Pandemie in Gang gesetzten Entwicklungen haben zuvor geltende Gesetzmäßigkeiten regelrecht ausgehebelt.
Mai 27, 2022 | Text: Christian Nezmah, Jürgen Pichler

Es ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel, der sich in den vergangenen zwei Jahren vollzogen hat. Die durch die Pandemie in Gang gesetzten Entwicklungen haben zuvor geltende Gesetzmäßigkeiten regelrecht ausgehebelt.

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Christian Nezmah coo@rollingpin.com und Jürgen Pichler ceo@rollingpin.com

Gerade in der Gastronomie und Hotellerie buhlen heute nicht mehr zukünftige Kollegen um Jobs, sondern die jeweiligen Betriebe rittern um Fachkräfte. Der Großteil der Arbeitgeber hat verstanden, dass es nicht mehr bloß darum geht, Gäste auf sich aufmerksam zu machen – sondern vor allem potenzielle Bewerber. Das bedeutet aber weit mehr, als bloß mit adäquater Bezahlung zu winken. Junge Menschen haben neue Prioritäten gesetzt. Der Kollege von morgen sucht Resonanz auf allen Ebenen – vor allem in seinen privaten Lebenswelten. Es geht ihm also um das Umfeld, in dem er arbeitet; um die Region, die Stadt, das Land. Benefits, die ein Betrieb zu bieten hat, sind fein, aber es sind vor allem die Benefits, mit der die jeweilige Destination lockt.

Deshalb haben wir die große Serie „Job Destination-Check“ gestartet. In jeder Ausgabe stellen wir begehrte Regionen oder Städte auf den Prüfstand. Zuletzt haben wir uns gefragt: Was kann der Wörthersee? In dieser Ausgabe nehmen wir nun die Stadt Graz und das Ausseerland unter die kritische Lupe (siehe Seite 118 und Seite 126). Wie sieht es hier mit der Lebenssituation aus? Welche Möglichkeiten hat ein junger Mensch, wenn er für den Job dort hinzieht? Es geht um den ganz bewussten Blick über den Tellerrand, den wir vorab wagen, um Hilfesteller für alle sein zu können, die Jobs suchen.

Mit Mister Fermentation auf Tuchfühlung

Dass man seinen Job auch selbst schaffen kann, hat hingegen unser Coverstar eindrucksvoll unter Beweis gestellt: David Zilber machte sich als Fermentierguru des Noma einen solch großen Namen, dass ihn nun das dänische Biotechnologie-Unternehmen Chr. Hansen als Food Scientist anheuerte. Und uns im Interview mehr verrät, als er vielleicht selbst wollte (siehe Seite 16). Seinen Ruhestand genießt der legendäre Weinpapst Robert M. Parker – wir haben uns aber an seine Fersen geheftet und wollten wissen, wieviel Macht seine Weinkritik-Bibel „The Wine Advocate“ nach seinem Abgang noch hat (siehe Seite 74).

Berlin, wir kommen!

Doch Geschriebenes ist stets nur blanke Theorie – wirklich spannend ist es, die ganz großen Weinexperten, Chefs und Mixologen in Realität hautnah zu erleben. Das ist bei der nächsten ROLLING PIN.CONVENTION in Berlin (11. bis 12. September) zum Glück auch bald wieder möglich. Wenn mehr als 60 Speaker die Zukunft der Gastronomie und Hotellerie schon heute präsentieren werden. Also: gleich unter www.rollingpinconvention.de Early-Bird-Tickets sichern und garantiert auf dem Laufenden bleiben.

Wir freuen uns auf dich!

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