Diese Fragen beschäftigten die Gastronomie und Hotellerie 2022

Die verrücktesten Bar- und Küchen-Trends, die überraschendsten Wein- Erfahrungen – hier servieren wir die umfassende Recap zur Rolling Pin.Convention Germany. Diese Fragen standen besonders im Vordergrund.
Dezember 8, 2022 | Text: Johannes Stühlinger | Fotos: Rolling Pin, Moving Stills

Es sind nur Wortfetzen, die ans Ohr dringen. Doch die Stimme kennen wir doch: Birgit Reitbauer! „Eine Familienübernahme ist nie konfliktfrei … Rückblickend betrachtet hätten wir damals Mentoring in Anspruch nehmen …“ Der Satz reißt ob des Wirbels rechts neben uns unvermittelt ab. Kein Wunder, hier ist gerade Mario Hofferer am Werk. Sprich: Der zweifache Cocktail-Weltmeister zeigt, begleitet von vielen Ahhs und Ohhhs, vor, welche Effekte Gewürze aus der Küche in den Drinks seiner zuvor erwählten Publikumsjury haben.

Plötzlich steht ein Roboter mit großem Display vor uns. „Darf ich einen Kaffee servieren“, steht darauf zu lesen. „Lust auf ein cooles Tattoo?“, kommt’s gleichzeitig von der anderen Seite. Stop! Halt! Pause!

Es ist gerade einmal wenige Minuten her, dass wir durch den ruhigen und cool gestalteten Eingangsbereich der Backsteinhalle Arena in Berlin spaziert sind. Was war das für ein Anblick: die schicken Stewardessen mit den Akkreditierungsschleifen für uns. Über den Köpfen ein gigantisches Transparent: „Welcome to the Land of Inspiration“. Was wir erst als netten Werbeclaim verstehen, bekommt jetzt ob des uns nun umgebenden Trubels eine tiefere Bedeutung: Das Land der Inspiration ist keine Wunschübertreibung, sondern eine Tatsachenbeschreibung.

Wer kein Konzept hat, wird nicht lange überleben!
Tim Mälzer in seinem Talk auf der Main.Stage der Rolling Pin.Convention Germany

Und wir sind mitten drinnen in der Rolling Pin.Convention Germany – genauer gesagt stehen wir im Zentrum der beeindruckenden Expo, eines der Herzstücke dieses magischen Orts. 10.000 Gäste werden sich hier am Ende der zweitägigen Veranstaltung Inspirationen geholt haben, um selbst beruflich weiterzukommen. Um den eigenen Betrieb zu perfektionieren, um die eigenen Skills zu verbessern.

Schließlich ist die Rolling Pin.Convention (#RPC) mit ihren Chef.Days, Wine.Days und Bar.Days nach zehn Jahren Bestehen nicht nur absoluter Kult, sondern vor allem die größte Convention für Köche, Gastronomen und Sommeliers im deutschsprachigen Raum. „Sie ist ein magischer Ort der Inspiration“, betont etwa Sommelier-Legende Gerhard Retter gern, während Koch Heiko Antoniewicz es lieber so formuliert: „Konkretere Wissensvermittlung mit einer so großen Portion Spaß findet man sonst nirgendwo!“

Eines ist uns jedenfalls nach wenigen Minuten sonnenklar: Hier geht’s mächtig zur Sache. Also machen wir dort weiter, was uns zuvor schon neugierig gemacht hat: bei Birgit Reitbauer.

Seit wenigen Minuten läuft auf der großen Main Stage der spannende Talk mit ihr und ihrem Mann Heinz. Entspannt geben sie auf der lässig adaptierten Bühne Einblicke in ihre ganz persönliche Businesswelt. Gerade ist das Thema Wissenstransfer dran: „Mitarbeiter müssen Einblicke in unsere Entscheidungen haben – sie sollen am besten selbst Gastgeber sein können!“ Jetzt, inmitten der gut 600 Zuhörer dieses Talks, spürt man die elektrisierende Energie, die von der Bühne ausgeht. Man könnte eine Stecknadel fallen hören.

Eine gute Idee erkennt man daran, dass sie von anderen geklaut wird.
Bullerei-Mitgründer Patrick Rüther über die immense Kraft der Inspiration

Weiter geht es Schlag auf Schlag: Gastro-Expertin Eva-Miriam Gerstner erzählt wenig später über die hohe Relevanz von gelebter Diversität im Unternehmen („Das ist ein relevanter Faktor, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein!“). Die Gastronomen Alexander Scharf und Kerstin Rapp-Schwan versuchen mit Fachmann Marcel Klinge, dem Mitarbeiterschwund auf die Schliche zu kommen („Wir müssen Samstagszuschläge steuerfrei machen!“) und – da ist doch Tim Mälzer auf der Bühne!

„Wir haben damals, als wir die Bullerei gegründet haben, eigentlich den größten Fehler begangen: Wir hatten kein Konzept“, donnert die gastronomische Urgewalt in den knallvollen Saal. „Heute muss man nicht nur sein Konzept lieben, sondern auch seine Gäste – indem man ihnen verständlich macht, was man hier überhaupt tut. Das find ich geil!“ Und sein Bullerei-Mitgründer ergänzt schelmisch: „Heute erkennt man eine gute Idee auch echt leicht – daran, dass sie von anderen geklaut wird!“

Wo Edutainment keine Floskel ist

Spätestens an dieser Stelle wird klar, was Rolling Pin-CEO und #RPC-Gründer Jürgen Pichler meint, wenn er von „Edutainment“ spricht: Die komprimierte Vermittlung von Können, Erfahrung, Know-how und Lebensfreude. Während auf den Bühnen der drei Welten (Chef.Stage, Bar.Stage, Wine.Stage) einmal ernster, ein andermal fröhlicher – jedenfalls aber stets fundiert – über die heute und morgen relevanten Themen der Branchen gefachsimpelt wird, geht’s auf der alles einenden – weil 8.000 Quadratmeter großen – Expo ganz nahbar zur Sache.

Vom Team des Rolling Pin kuratierte Produzenten und Lieferanten zeigen hier, was ihre Produkte so draufhaben. „Ich weiß gar nicht, wo ich als erstes hingehen soll“, sagt nun einer, der sonst nicht so leicht zu beeindrucken ist: Zuma-Gründer Rainer Becker. Etwas später wird er als Interview-Gast auf der Main.Stage tiefe Einblicke in sein Universum geben (2.800 Mitarbeiter, 250 Millionen Dollar Jahresumsatz, etc.). Jetzt aber schlendert der Self­made-Multigastronom erstmal unerkannt zwischen den vielen Ausstellern umher. Und kostet sich durch jene Produkte, die selbst er noch nicht kennt.

Diversität ist längst ein relevanter Faktor, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein!
Eva-Miriam Gerstner über die Notwendigkeit, als Gastronom offen zu sein

Zwischendurch will der Mann, der einst selbst als Koch-Azubi angefangen hat, noch eines wissen: „Wann und wo geht das Finale der ,Jungen Wilden‘ über die Bühne? Das würde mich interessieren!“ Antwort: „Morgen, auf der Bühne von Albers Exzellenz!“ Spoiler: Dort, wo Frank Albers gerade mit Yoshi Nagaya über Kobe-Fleisch und dessen perfekter Zubereitung philosophiert, wird am nächsten Tag Thomas Penz – Hans Neuners Schützling – zum Jungen Wilden 2022 gekürt werden. Von ihm werden wir sicher bei den nächsten Rolling Pin.Conventions schon so einiges an Inspiration auf die Ohren – und hoffentlich auch auf den Gaumen – bekommen! Aber das ist eine andere Geschichte – die wir allerdings sicher hier servieren werden, wenn es soweit ist.

Jetzt aber sind noch andere Größen ihres Fachs am Zug. Rasmus Munk, Tim und Katharina Raue oder Sophie Rudolph etwa. Und zwischendurch spazieren zwei Herren besonders stolz zwischen der geballten Gastro-Elite hindurch: Martin Behle und Klaus Sauer. Die beiden Metro-Manager haben schließlich einst dazu motiviert, die #RPC nach Deutschland zu bringen. „Sie sind die Ziehväter der Rolling Pin.Convention“, sagt Jürgen Pichler. Also die Wegbereiter maximaler Inspiration für die gesamte Branche.

EIN MAGISCHER ORT

Vor zehn Jahren hatte Rolling Pin die Idee, einen einzigartigen Ort zu erschaffen, an dem man live erleben kann, worüber man sonst nur schreiben konnte. Heute sind die Rolling Pin.Conventions mit ihren drei Welten Chef.Days, Wine.Days und Bar.Days, über 100 Top-Speakern, 15.000 Teilnehmern, 8.000 m2 Expos, den Ehrungen der 100 Best Chefs, 50 Best Bars, 50 Best Sommeliers und den Rolling Pin.Awards nicht Kult, sondern – hinter der Fusion Madrid – auch die größten Conventions für engagierte Köche, Talents und High Performer der Gastronomie in ganz Europa.

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www.rollingpinconvention.com

 

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