Entremétier – Gehalt, Ausbildung & Aufgaben

Der Entremétier trägt einen der wohl geheimnisvollsten Titel in der Küchenbrigade. Mit seiner deutschen Übersetzung können viele aber sicher mehr anfangen: Er ist der Beilagenkoch in einer Küche.

Was ist ein Entremétier? Definition und Aufgaben

Die Bezeichnung Entremétier kommt aus dem Französischen und lässt sich folgendermaßen erklären: „Entre“ heißt „zwischen“ und „métier“ steht für „Handwerk“. Der Entremétier ist also neben der Zubereitung von Beilagen – daher auch die deutsche Bezeichnung Beilagenkoch – wie zum Beispiel Kartoffeln, Reis, Klößen und Nocken sowie dem Kochen von Gemüse und Eierspeisen auch für die Produktion kleinerer Zwischengerichte wie Vor- und Nudelspeisen, Salate und mitunter auch für Mehlspeisen zuständig. Es ist ein Beruf der gehobenen Gastronomie und Hotellerie, in dem sich ein ausgebildeter Koch für einen bestimmten Bereich der Küche wie etwa als Saucier (zuständig für Saucen), Gardemanger (Koch der kalten Küche) oder eben als Entrémetier spezialisiert. Die Anstellung als Entremétier kommt in der Küchenhierarchie dem Chef de Partie (Postenchef) gleich, der aber mit übergeordneten Abläufen und Entscheidungen in der Küche nichts zu tun hat. In größeren Gastronomiebetrieben sowie in Hotel- und Schiffsküchen gibt es oft mehrere Entremétiers. In diesem Fall wird meist der dienstälteste zum Chef Entremétier, also zum Chef de Partie, befördert. Ebenso ist es möglich, dass in kleineren Küchen ein Entremétier noch andere Aufgaben übernimmt, beispielsweise die des Gardemangers. Der Beilagenkoch organisiert seinen Arbeitsbereich in der Regel selbständig und ist nur mehr dem Sous Chef (Stellvertreter des Küchenchefs) sowie dem Chef de Cuisine (Küchenchef) unterstellt.

Wie wird man Entremétier? Ausbildung und Voraussetzungen

Wie für die meisten Berufe, die in einer Küche ausgeübt werden, ist auch für den Entremétier die dreijährige Kochausbildung ein absolutes Muss. Im zweiten Schritt sammelt man in der Regel als Commis de Cuisine (Jungkoch) Praxiserfahrungen in einer Küche, bevor man sich beispielsweise als Beilagenkoch spezialisiert. Mit einer Meisterausbildung oder einigen Jahren Berufserfahrung kann man sich als Sous Chef (Stellvertreter des Küchenchefs) oder in weiterer Folge als Chef de Cuisine (Küchenchef) qualifizieren. Auch eine Reihe sogenannter Soft Skills ist für diese Stelle unerlässlich. So werden unter anderem eine engagierte, selbständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise genauso vorausgesetzt wie eine hohe fachliche Qualifikation gepaart mit einer ausgeprägten sozialen Kompetenz. Leidenschaft für den Beruf, Stressresistenz und Belastbarkeit runden das Anforderungsprofil ab.

Was verdient ein Entremétier? Gehalt und Verdienstmöglichkeiten

Das Gehalt der auf dem ROLLING PIN-Jobportal ausgeschriebenen Stellen als Entremétier ist abhängig von der Berufserfahrung, dem Land, in dem man arbeiten will, und der Größe des gastronomischen Betriebs. Außerdem wichtig für den Lohn ist, ob man einen Saison-, Jahres- oder Schiffvertrag unterschrieben hat. Je nach Anstellung sind hier Brutto-Gehälter von 1.900 bis 2.470 Euro pro Monat möglich. Zusätzlich bieten viele gastronomische Unternehmen Mitarbeiter-Features, angefangen von freier Unterkunft und Verpflegung über Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bis hin zu besonderen Bonifikationssystemen, Sonderkonditionen bei Partnerbetrieben oder der kostenlosen Nutzung hauseigener Sport- und Wellnessanlagen.

Wo arbeitet ein Entremétier? Jobs und Stellenangebote

Nicht jeder gastronomische Betrieb verfügt über Posten für einen Entremétier. Meist sind es gehobene mittlere und größere Unternehmen an Land oder auf See, die aufgrund einer spezialisierten Küchenstruktur diese Stelle anbieten. ROLLING PIN hat derzeit folgende Stellen im Jobportal:

 

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