Christian Schweinzer: 15 Antworten, die Ihre Karriere entscheiden

Seine Bewerbungsfragen sind hart und heimtückisch. Erstmals gewährt der Top-Head-hunter Christian Schweinzer Einblicke: Hier die Antworten!
November 13, 2015

Fotos: Andreas Kolarik, Shutterstock
Top-Head-hunter gewähren Einblicke

 

>> Christian Schweinzer

Christian Schweinzer
Christian Schweinzer, Geschäftsführer der Recruiting-Company „Blackrock“, weiß, wie man Bewerber ins Schwitzen bringt.

www.blackrockcareers.com

1 Wie geht es Ihnen heute Morgen?

Eine banale Frage? Keineswegs! Der Hintergrund: Wie verhält sich der Mitarbeiter in spe fremden Menschen gegenüber?
Falsch: „Mir ist schlecht!“
Der Headhunter empfiehlt: „Sehr gut, nur ein wenig nervös. Wie geht es Ihnen?“

2 Was soll Ihnen nachgesagt werden, sollten Sie das Unternehmen einmal verlassen?

Eine Überraschungsfrage, die den Bewerber aus dem Konzept bringen soll. Hier wird die Einstellung geprüft, die der Bewerber dem angestrebten Job entgegenbringt.
Falsch: Vermeiden Sie den Begriff „unersetzbar“. Das wirkt überheblich. Und so abgedroschen es klingen mag: Es ist jeder ersetzbar.
Der Headhunter empfiehlt: „Ich will als loyaler Mitarbeiter in Erinnerung bleiben, als ein Mehrwert für den Betrieb.“

3 Wann haben Sie das letzte Mal die Regeln gebrochen und warum?

Hier wird die Ehrlichkeit des Aspiranten getestet. Denn: Jeder hat schon einmal gegen eine Regel verstoßen.
Falsch: Die Antwort „Nie“ ist hier ebenso unangebracht wie das Geständnis eines echten Verbrechens. Sei es auch „nur“ betrunkenes Autofahren. Ganz wichtig ist: Lassen Sie Ihr Privatleben aus dem Spiel!
Der Headhunter empfiehlt: Die ideale Antwort…

Fotos: Andreas Kolarik, Shutterstock
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Christian Schweinzer
Christian Schweinzer, Geschäftsführer der Recruiting-Company „Blackrock“, weiß, wie man Bewerber ins Schwitzen bringt.

www.blackrockcareers.com

1 Wie geht es Ihnen heute Morgen?

Eine banale Frage? Keineswegs! Der Hintergrund: Wie verhält sich der Mitarbeiter in spe fremden Menschen gegenüber?
Falsch: „Mir ist schlecht!“
Der Headhunter empfiehlt: „Sehr gut, nur ein wenig nervös. Wie geht es Ihnen?“

2 Was soll Ihnen nachgesagt werden, sollten Sie das Unternehmen einmal verlassen?

Eine Überraschungsfrage, die den Bewerber aus dem Konzept bringen soll. Hier wird die Einstellung geprüft, die der Bewerber dem angestrebten Job entgegenbringt.
Falsch: Vermeiden Sie den Begriff „unersetzbar“. Das wirkt überheblich. Und so abgedroschen es klingen mag: Es ist jeder ersetzbar.
Der Headhunter empfiehlt: „Ich will als loyaler Mitarbeiter in Erinnerung bleiben, als ein Mehrwert für den Betrieb.“

3 Wann haben Sie das letzte Mal die Regeln gebrochen und warum?

Hier wird die Ehrlichkeit des Aspiranten getestet. Denn: Jeder hat schon einmal gegen eine Regel verstoßen.
Falsch: Die Antwort „Nie“ ist hier ebenso unangebracht wie das Geständnis eines echten Verbrechens. Sei es auch „nur“ betrunkenes Autofahren. Ganz wichtig ist: Lassen Sie Ihr Privatleben aus dem Spiel!
Der Headhunter empfiehlt: Die ideale Antwort hängt auch hier vom Beruf des Bewerbers ab. Ein Barkeeper könnte etwa „verraten“: „Obwohl wir bereits gegen ein Uhr Sperrstunde hatten, behielt ich die Bar bis drei Uhr offen. Es war noch eine größere Gruppe konsumfreudiger Kunden da, die ich nicht an die Luft setzen wollte.“ Zunächst einmal wird jeder Personaler über dieses „Vergehen“ hinwegsehen.
Zudem zeigt die Antwort, dass der Bewerber im Wohle des Unternehmens denkt und auch bereit ist, sich für dieses einzusetzen.

4 Erzählen Sie mir etwas von sich, außerhalb Ihres Lebenslaufes, das mir hilft, mich an Sie zu erinnern.

Die Gelegenheit, ganz offen für sich zu werben – und genau darum geht es doch in einem Bewerbungsgespräch!
Falsch: Keine Geschichten aus dem Privatleben! Keiner will wissen, wie viele Liebschaften Sie haben. Tabu sind vor allem Party-Geschichten.
Der Headhunter empfiehlt: Nutzen Sie die Möglichkeit, um die Stimmung zu entspannen. Bringen Sie Lockerheit ins Gespräch. Achten Sie dabei genau auf das Mienenspiel des Personalers.

5 Was mochten Sie an Ihrem bisherigen Job am wenigsten?

Hintergrund ist hier der Versuch, unaufdringlich das Verhalten des Bewerbers in einer frustrierenden Situation kennenzulernen.
Falsch: Ausschweifungen über das schlechte Betriebsklima des letzten Unternehmens. Die Frage nach dem „Warum“ folgt unvermeidlich.
Der Headhunter empfiehlt: „Ich wurde zu wenig gefordert und sah mich nicht in der Lage, mein volles Potenzial auszuschöpfen.“

6 Wenn Sie auf dem Cover eines Magazins erscheinen könnten – welches würden Sie sich aussuchen?

Die Antwort gibt Auskunft über die Kreativität und Selbsteinschätzung des Bewerbers und zeigt, wie vertraut der Bewerber mit den branchenspezifischen Magazinen ist.
Falsch: Besonders fatal ist es, zu schweigen. Dies zeigt zwei Dinge: Sie sind nicht informiert über die Lektüre in der Branche, somit desinteressiert am brancheninternen Geschehen. Und: Ihnen fehlt es an Witz und Spontaneität.
Der Headhunter empfiehlt: Branchenbezogen antworten! Zeigen Sie, wie informiert Sie über Ihr tägliches Geschäft sind. Auch Kreativität ist hier nicht verkehrt. Die Antwort „Unter dem Titel ‚Aussehen des Jahres‘” bringt Ihnen mit Sicherheit ein Schmunzeln ein.

7 Was wissen Sie über unser Unternehmen?

Der Klassiker, der mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit kommt. Wie intensiv hat sich der Bewerber mit dem Job auseinandergesetzt? Wie groß ist sein Interesse an dem Unternehmen?
Falsch: „Bitte entschuldigen Sie, ich habe mich bei so vielen Unternehmen beworben, dass mir die Details gerade entfallen sind.”
Der Headhunter empfiehlt: Es muss hier nicht die genaue Bettenanzahl heruntergerattert werden – ungefähre Dimensionen sollten jedoch bekannt sein. Hat das Unternehmen kürzlich einen Preis gewonnen? Wie steht es da, im internationalen Wettbewerb?

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8 Was bedeutet Integrationsfähigkeit für Sie persönlich?

Hintergrund der Frage: die Grundsätze des Bewerbers, wie gut passt er in die Kultur des Unternehmens. Eine der wichtigsten Fragen überhaupt.
Falsch: „Integrationsfähigkeit ist für mich kein Problem. Bei all meinen Jobs hatte ich nie Probleme, mich zu integrieren.“ Hier entsteht der Eindruck, Sie könnten die Mitarbeiter mit Ihrer Art „überfahren“, bevor Sie mit den feinen Strukturen des Unternehmens vertraut sind.
Der Headhunter empfiehlt: „Für mich bedeutet Integrationsfähigkeit, mich möglichst schnell in das bestehende Team des Unternehmens zu integrieren. Auch gegenseitiger Respekt unter den Kollegen ist wichtig. Nur so lässt sich eine konstruktive Zusammenarbeit verwirklichen.“

9 Erzählen Sie mir etwas über den besten Chef, den Sie je hatten.

Hier werden die Erwartungen des Bewerbers an seinen Arbeitgeber eruiert. Er offenbart seine Eigenschaften als Arbeitnehmer.
Falsch: „Keiner meiner Chefs war gut, aus diesem Grund habe ich überall gekündigt.“ Vermeiden Sie es, über Ihre ehemaligen Chefs herzuziehen. Ihre Vorgesetzten in spe fürchten sonst, Sie könnten auch negativ über sie sprechen.
Der Headhunter empfiehlt: „Ich hatte viele gute Chefs. Bei allen konnte ich Qualitäten für mich selbst entdecken. Ich hoffe, diese Eigenschaften letztendlich in mir zu vereinen.“ Mit dieser Antwort rücken Sie sowohl Ihre ehemaligen Chefs als auch sich selbst in ein gutes Licht.

10 Was erwarten Sie von einem Unternehmen, in das Sie Ihr Talent und Ihre Zeit investieren wollen?

Hintergrund der Frage: Passen Unternehmen und Bewerber zueinander?
Falsch: Auch wenn Sie auf einen schnellen Aufstieg aus sind: Fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus. Das könnte irritierend wirken.
Der Headhunter empfiehlt: Antworten Sie ehrlich! Gute Punkte sind: Eine faire Behandlung, langfristige Zusammenarbeit und eine Karriere im Unternehmen. Legitim ist auch, eine angemessene Bezahlung anzusprechen, jedoch nicht als ersten Punkt.

11 Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?

Hier wird der Anwärter zum Querdenken animiert. Die Frage spricht die Motivation und die Erwartungen des Anwärters an.
Falsch: „Eine gute Bezahlung.“ Die Bezahlung sollten Sie selbst möglichst gar nicht ansprechen, wenn doch, erst nach der Aufforderung, Fragen zu stellen.
Der Headhunter empfiehlt: Benutzen Sie Schlagwörter wie „Fairness“ und „Wertschätzung“. Sie unterstreichen Ihre sozialen Kompetenzen.

12 Was werden Sie in den nächsten 90 Tagen als Erstes unternehmen?

Diese Frage zwingt den Bewerber, konkret zu werden, und zeigt, ob er ins Unternehmen passt.
Falsch: Sie müssen kein komplettes Konzept präsentieren können, bevor Sie die feinen Strukturen des Unternehmens kennen. Das wirkt unsympathisch und zeigt eine fehlende Bereitschaft zur Team-Arbeit.
Der Headhunter empfiehlt: „Ich werde mich so rasch wie möglich in das bestehende Team integrieren. Zusammen mit meinen Kollegen werde ich den Ist-Zustand des Unternehmens evaluieren und neue Ziele abstecken. Diese werde ich in den kommenden Wochen gemeinsam im Team realisieren.

13 In welcher Ihrer Eigenschaften fühlen Sie sich von anderen Menschen missverstanden?

Der Bewerber wird hier indirekt animiert, über seine Schwächen zu reden. Das führt zu einer bereitwilligeren Antwort des Anwärters.
Falsch: „Meine Kollegen missverstehen oft meine Anweisungen.“ Hier fürchten die Personaler, Sie seien nicht fähig, zu delegieren und sich zu artikulieren.
Der Headhunter empfiehlt: Wie bei allen Fragen nach den Schwächen gilt: Stellen Sie eine Eigenschaft in den Vordergrund, die als Stärke ausgelegt werden kann. Etwa: „Meine Triebkraft wird oft missverstanden. Ich bin bestrebt, alle Aufgaben so rasch wie möglich zu erledigen und setze mich dabei zu 120 Prozent ein. Eine Leidenschaft, die nicht von allen geteilt wird.

14 Was werden Ihre Kollegen von Ihnen lernen?

Gezeigt werden soll hier, wie hoch die Bereitschaft des Bewerbers ist, sich in den Betrieb zu integrieren.
Falsch: „Wie aus meinem Lebenslauf ersichtlich, habe ich bereits sämtliche Bereiche der Hotellerie durchlaufen. Ich wäre in jeder Hinsicht ein idealer Lehrmeister.“
Der Headhunter empfiehlt: „Die Frage ist, was kann ich von meinen Kollegen lernen? Langfristig hoffe ich auf eine symbiotische Beziehung, in der jeder vom anderen profitiert.“

15 Was ist Ihre größte Sorge – diesen Job betreffend?

Falsch: „Den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.“ Auch wenn es ehrlich ist. Wenn Sie meinen, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, dann bewerben Sie sich auch nicht für diesen Job.
Der Headhunter empfiehlt: „Ihn nicht zu bekommen.“

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