Corona-Krise: Lieferando-Fahrer kritisieren mangelnden Infektionsschutz

Lieferando-Fahrer starten wegen Corona-Krise Online-Petition. Die "Rider" des Lieferdienstes fordern Desinfektionsmittel, Schutzkleidung und bessere Arbeitsbedingungen.
April 2, 2020

 

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Während Restaurants aufgrund der Infektionsgefahr durch das neuartige Coronavirus aktuell geschlossen bleiben müssen, erfreuen sich Lieferdienste wie Lieferando großer Beliebtheit.

„Rider“ starten Petition für höheren Infektionsschutz

Auch wenn oberflächlich gesehen dadurch Unternehmen, die durch den Lieferdienst wenigsten kleine Einnahmen erzielen können, und Bevölkerung, die weiterhin mit Essen versorgt werden kann, gerät der Lieferdienst jetzt zunehmend in Kritik. Grund: Die Fahrer des Lieferdienst bemängeln mangelnden Infektionsschutz.

Wie „Business Insider“ berichtet, prangern die Fahrer in einer Petition auf der Plattform Change.org die aktuellen Arbeitsbedingungen an und fordern eine bessere Ausrüstung mit Desinfektionsmittel und Schutzkleidung.

„Beschafft Desinfektionsmittel für alle Rider während der Corona-Pandemie. Ihr geht bewusst ein Risiko ein für die Rider und somit im Umkehrschluss auch für eure Kunden“, heißt es in der Petition.

„Wenn sich Fahrer anstecken, verbreitet sich das in der ganzen Stadt.“

Petitions-Initiator Orry Mittenmayer nahm zu den Vorwürfen gegenüber „Business Insider“ Stellung: „Wenn sich Fahrer anstecken, verbreitet sich das in der ganzen Stadt. Die Infektionskette nimmt Lieferando derzeit in Kauf.“

 

Mittenmayer koordiniert unter anderem die Initiative „Liefern am Limit“ der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), welche die Interessen der Lieferfahrer vertritt.

Lieferando weist Vorwürfe zurück

Eine Sprecherin von Lieferando wies die Vorwürfe gegenüber „Business Insider“ zurück. Hinsichtlich des Infektionsschutzes habe Lieferando an alle Logistikzentren, firmenintern Hubs genannt, Desinfektionsmittel bereitgestellt, und halte sich an staatliche Empfehlungen.

„Für diejenigen Fahrer, die keinem Hub angeschlossen sind, wurden alternative Verteilungsmethoden organisiert. Dies hat grundsätzlich gut funktioniert, sodass neben den Hub Fahrern, auch die meisten unserer „remote“ Fahrer mittlerweile mit Desinfektionsmittel ausgestattet sind.“

 

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