Coronavirus: Staat übernimmt Haftung für Kredite an Hotels

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus führt zu erheblichen Umsatzeinbußen für Hotels und andere Betriebe der Tourismusbranche. Nun hat die österreichische Regierung eine Haftungsübernahme für Kredite an Hotels angekündigt.
März 9, 2020 | Fotos: Shutterstock

Flüge werden eingestellt, Messen abgesagt, Reisen storniert. Das Coronavirus hat den Tourismus fest im Griff, immer mehr Buchungen bleiben aus. Wie hoch die Schäden tatsächlich sein werden, kann man derzeit noch nicht sagen. Fest steht: Viele Betriebe stehen bereits jetzt unter wirtschaftlichem Druck. Nun hat die österreichische Regierung ein Maßnahmenpaket für den Tourismus angekündigt. Das soll kleine und mittlere Unternehmen unterstützen und Existenzen sichern.

Hotel, Maßnahmenpaket
Die österreichische Regierung greift Hotels unter die Arme: Insgesamt werden 100 Millionen Euro für Kredithaftungen zur Verfügung gestellt.

Was plant die Regierung?

Bereits vergangenen Freitag hat das zuständige Bundesministerium gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ein Coronavirus-Maßnahmenpaket geschnürt, heißt es in diversen OTS-Aussendungen.

„Der heimische Tourismus ist die von den Folgen des Coronavirus am stärksten betroffene Branche“, erklärt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Um von Umsatzeinbußen betroffenen Betrieben die Liquidät zu sichern, stelle die Regierung einen Haftungsrahmen von bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Was beinhaltet das Coronavirus-Maßnahmenpaket?

Das Modell beinhaltet laut offizieller Mitteilung zwei konkrete Maßnahmen. Zum einen wird die Österreichische Hotel- und Tourismusbank den Betrieben Haftungen zur Verfügung stellen. Dadurch können diese bei ihren Banken Überbrückungsfinanzierungen aufnehmen. Das ist vor allem wichtig, um den Mitarbeitern ihre Löhne weiterhin bezahlen zu können.

„Wir wollen sicherstellen, dass den am stärksten betroffenen familien- und inhabergeführten Betrieben in diesen unsicheren Zeiten geholfen wird“, betont Köstinger. Das bedeutet im Umkehrschluss: Internationale Ketten haben nach aktuellem Stand keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung.

Laut Informationen der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ will der Bund eine einmalige Haftungsgebühr von einem Prozent der Kreditsumme der betroffenen Hotels übernehmen. Später unterstützt der Staat mit einer jährlichen Gebühr von 0,8 Prozent.

Wann tritt das Hilfspaket für den Tourismus in Kraft?

Die detaillierten Kriterien arbeiten die Zuständigen in den kommenden Tagen aus, heißt es in der Aussendung. Die Sofortmaßnahmen sollen dann so schnell wie möglich in Kraft treten.

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