DIHK: App gegen Warteschlangen vor Restaurants

Der DIHK will breit auf Zugangsbeschränkungen durch Apps und digitale Plattformen setzen, damit Restaurants und Geschäfte in Corona-Zeiten sicher öffnen können. Einige Innovationen können weit über die Krise hinaus Bestand haben.
April 28, 2020

 

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bringt App-Tickets für Läden, Restaurants und Fußgängerzonen ins Gespräch, um in der Corona-Krise die Menschenströme zu steuern.

 

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bringt App-Tickets für Läden, Restaurants und Fußgängerzonen ins Gespräch, um in der Corona-Krise die Menschenströme zu steuern.

Kunden und Gäste sollen Ticket für einen bestimmten Zeitraum bekommen

Die Geschäfte könnten in einer App Informationen wie Öffnungszeiten und Verkaufsfläche hinterlegen, erläuterte der DIHK in seinem Vorschlag. Auf dieser Basis könnte dann das zulässige Kundenaufkommen errechnet und Kunden ein Ticket für einen bestimmten Zeitraum zugeteilt werden. Sie könnten sich dann vor Ort zum Beispiel mit einem QR-Code in der App Zugang Verschaffen.

Im Ausland werden solche Lösungen bereits zum Teil eingesetzt. So kann man in den USA über die eigentlich für Restaurant-Reservierungen gedachte App OpenTable inzwischen auch Zeitfenster für den Einkauf in Supermärkten buchen.

Was müsste die App bei der Gastronomie berücksichtigen?

Bei Restaurants müssten bei dem Modell die Tischzahl und auch die Zeiten für Desinfektion berücksichtigt werden, betonte der DIHK. Zugleich könnten Städte und Gemeinden mit Hilfe auf einzelne Hotels bezogener Tickets den Zugang zu Orten steuern. Genauso könne es kostenlose Tickets für den Tagestourismus geben.

Die Ticketsysteme könnten auch mit Parkplatz-Daten gekoppelt werden, schlägt der DIHK vor. Damit wäre etwa kostenloses Parken in dem gebuchten Zeitraum möglich, eventuell auch mit einem reservierten Stellplatz.

Digitale Offensive für die Zeit nach Corona

Dem DIHK schwebt insgesamt ein breiter Einsatz digitaler Lösungen für die sichere Öffnung der Innenstädte vor. So könnten auch Bewegungsdaten verwendet werden, um Menschen über ihre Smartphones zu warnen, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel bereits voll seien.

Außerdem verweist der DIHK auf lokale digitale Plattformen, über die Einzelhandel, Gaststätten und Dienstleister auch bei geringeren Kundenströmen Umsätze erzeugen könnten. Eine weitere Maßnahme könne die Integration von Click&Collect-Modellen sein, bei denen Artikel online gekauft und im Laden nur abgeholt werden.

Über das Konzeptpapier hatte zunächst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Es sei am Wochenende an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Spitzen der Koalitionsparteien übermittelt worden.

Bei den App-Ideen des DIHK geht es um ganz andere Anwendungen als die geplante Corona-Warn-App, mit der Menschen benachrichtigt werden sollen, wenn sie sich in der Nähe von Infizierten aufhielten.

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