Junges Ausnahmetalent wird “Master of Wine”

Trotz einer Durchfallquote von 90% schaffte er das schier Unmögliche: Beim ersten Antritt die herausfordernde Prüfung zum "Master of Wine" bestehen.
Oktober 20, 2023 | Fotos: Christian Tomaser

Das Institute of Masters of Wine (IMW), mit Sitz in London, steht seit Jahrzehnten für die international höchste und härteste Weinausbildung. Das Programm endet mit dem begehrten Titel Master of Wine (MW), der in der Weinwelt über höchstes Ansehen verfügt. In Österreich gibt es momentan nur drei Menschen mit diesem Titel, in Deutschland acht und weltweit sind es knapp über 410 Master of Wine Absolvent:innen aus 31 Ländern. 

Das Institute of Masters of Wine (IMW), mit Sitz in London, steht seit Jahrzehnten für die international höchste und härteste Weinausbildung. Das Programm endet mit dem begehrten Titel Master of Wine (MW), der in der Weinwelt über höchstes Ansehen verfügt. In Österreich gibt es momentan nur drei Menschen mit diesem Titel, in Deutschland acht und weltweit sind es knapp über 410 Master of Wine Absolvent:innen aus 31 Ländern. 

Maximilian-Glatz
Der Steirer Maximilian Glatz darf sich bald als vierter Österreicher “Master of Wine” nennen.

Die Voraussetzungen für den Ausbildungsabschluss sind hart: Man wird nur mit einem umfassenden Wissen zum weltweiten Weinhandel sowie zu Weinen aus der gesamten Welt Master of Wine. Die meisten Anwärter:innen brauchen für die Prüfung, die mehrere Tage lang dauert, fünf oder sechs Versuche.

Doch nicht mit Maximilian Gregor Glatz. Der junge Steirer hat die schwierigste Weinprüfung der Welt nun beim ersten Mal geschafft. 

„Die Wein­prü­fung hat eine 88-pro­zen­ti­ge Durch­fall­quo­te und zieht sich über vier Tage. 15 Theo­rie­fra­gen habe ich zu je einer Stun­de be­ant­wor­ten und 36 Weine blind ver­kos­ten müs­sen. Reb­sor­te, Her­kunft, Jahr­gang und so wei­ter muss man da her­aus­schme­cken“, er­zählt der 27-Jährige. 

Nach seiner Defensio wird Glatz der vierte Österreicher mit dem Titel “Master of Wine” sein. „Das Kür­zel ‚MW‘ ist in der Wein­bran­che das Höchs­te, was man er­rei­chen kann“, er­zählt Glatz voller Ehrfurcht. Jeder in der Wein­bran­che kenne die­sen Titel: „Man wird zum Bei­spiel in pres­ti­ge­träch­ti­ge Wein­bau­ge­bie­te zu Ver­kos­tun­gen ein­ge­la­den.“

Der Werdegang des Talents

Bevor Glatz zum IMW nach London ging, machte der Jungwinzer vom Familienbetrieb Weingut Glatz in Bad Waltersdorf den Diplom-Sommelier am Wifi Steiermark. Er schloss die Weinakademie Österreich in Rust mit gutem Erfolg ab und wurde mit dem “Top Student Award” ausgezeichnet. Seine Liebe zum Wein fand er schon in der Schulzeit in der Lehranstalt für Tourismus in Bad Gleichenberg, die er als Jungsommelier absolvierte. 

Sobald er sich offiziell “Master of Wine” nennen kann, möch­te Glatzer seine Lieb­lings­wein­bau­re­gio­nen in Chile und in Nor­we­gen sowie in Frank­reich die Re­gi­on Loire be­su­chen. Seine Zukunft sieht er jedoch in Österreich. “Nirgendwo ist es so schön wie zuhause.” 

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