Darum muss die Gastronomie teurer werden

Lebensmittelpreise in Europa sind im Steigen begriffen. Durch den Ukraine-Krieg gibt es Engpässe bei einzelnen Produkten.
März 29, 2022 | Fotos: Shutterstock

Die Europäische Union ist stark von den Produktionsausfällen durch den Ukraine-Krieg betroffen. Es wird mit einem Ausfall von 60 Prozent der ukrainischen Produktion gerechnet. Die Zahl dürfte ansteigen, je länger der Krieg anhält. 19 Prozent der Weizenimporte und 13 Prozent der Ölsaaten kamen bisher aus der Ukraine.

Die Europäische Union ist stark von den Produktionsausfällen durch den Ukraine-Krieg betroffen. Es wird mit einem Ausfall von 60 Prozent der ukrainischen Produktion gerechnet. Die Zahl dürfte ansteigen, je länger der Krieg anhält. 19 Prozent der Weizenimporte und 13 Prozent der Ölsaaten kamen bisher aus der Ukraine.

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Weizen wird künftig teurer

Um einen Teil der Ausfälle zu kompensieren, hat die EU-Kommission Pläne für eine gesteigerte Lebensmittelproduktion in der EU vorgestellt. Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) unterstreicht die Dringlichkeit der Lage: „Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in den vergangenen Jahrzehnten für uns selbstverständlich geworden. Der Krieg Russlands zeigt einmal mehr die dringende Notwendigkeit, dass sich ein starkes Europa selbst mit Lebens- und Futtermitteln versorgen können muss.“

Dünger wird teurer

Österreich kann sich mit Grundnahrungsmitteln grundsätzlich gut selbst versorgen. Doch auch in anderen Bereichen, die Auswirkungen auf die hiesige Lebensmittelproduktion haben, gibt es Probleme. 40 Prozent der Kaliumimporte der EU stammen aus Russland und Belarus. Diese Lieferungen wurden gestoppt – was sich auf die Preise für Dünger auswirken wird.

Wie weit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen steigen werden, ist schwierig zu prognostizieren, weil nicht nur die Menge des Getreides, sondern auch Treibstoff- und Düngemittelkosten berücksichtigt werden müssen. So kalkulierte die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin einen Preisanstieg in der weiten Spanne von 2,5 bis 20 Prozent.

Noch schwerer als Europa wird es laut Experten die Entwicklungs- und Schwellenländer treffen, die noch stärker auf den Import von Grundnahrungsmitteln angewiesen sind – dort rechnet man mit Hungersnöten als Folge.

Hamsterkäufe unsinnig

Bis ins erste Quartal 2023 sei laut dem Deutschen Bauernverband nicht mit Engpässen zu rechnen. Hamsterkäufe von Mehl oder Öl seien daher unsinnig. Handlungsbedarf besteht aber vonseiten der Politik. Landwirte fordern unter anderem eine Aussetzung der Energiesteuer.

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