Fastfood auf der Überholspur
Während klassische Gasthäuser und Restaurants seit Jahren mit explodierenden Kosten, knapper Kaufkraft und veränderten Essgewohnheiten kämpfen, wächst der Bereich Fastfood deutlich.
Während klassische Gasthäuser und Restaurants seit Jahren mit explodierenden Kosten, knapper Kaufkraft und veränderten Essgewohnheiten kämpfen, wächst der Bereich Fastfood deutlich.
Die große Teuerungswelle hält an, auch wenn die Preise in der Gastronomie mit durchschnittlich knapp vier Prozent Zuwachs in den vergangenen zwölf Monaten eher moderat gestiegen sind. Untersucht man die Preise der letzten fünf Jahre, erhöhten sich die Preise um 40 Prozent. Die Auswirkungen auf Gewohnheiten der Gäste sind jedenfalls bemerkbar.
Laut Branchenradar Marktanalyselegten Fastfood-Standorte in Österreich im Jahr 2025 um 7,7 Prozent zu. Das entspricht einem Umsatzanstieg auf rund 1,38 Milliarden Euro. Besonders stark performte die Systemgastronomie mit einem Plus von 8,4 Prozent auf 1,145 Milliarden Euro. Würstelstände und Imbisse wuchsen um 4,1 Prozent.
Der Grund liegt auf der Hand, meint Branchenradar-Geschäftsführer Andreas Kreutzer. Eine Mahlzeit inklusive Getränk sei in der Systemgastro in der Regel deutlich günstiger (im Schitt unter zehn Euro), als in einer klassischen Gastwirtschaft (bis 15 Euro); “Das war zwar auch so in den Jahren davor, wenn aber der Spardruck zunimmt, bekommt das eine höhere Priorität.”
Kein Wunder also, dass Konsumenten auf der Suche nach günstigeren Alternativen fündig werden – bei Würstelständen, Imbissen, Dönerbuden, Pizza-Slices, Asia-Schnellküchen und großen Fast-Food-Ketten.
