KFC geht in Spanien auf Kebab. Nicht als kleiner Test am Rand, sondern mit voller Ansage. Die Kette bringt dort zeitweise ein neues Kebab-Menü an den Start und versucht damit, in ein Feld reinzugehen, das bislang eher unabhängigen Läden als großen Fast-Food-Marken gehörte.

KFC geht in Spanien auf Kebab. Nicht als kleiner Test am Rand, sondern mit voller Ansage. Die Kette bringt dort zeitweise ein neues Kebab-Menü an den Start und versucht damit, in ein Feld reinzugehen, das bislang eher unabhängigen Läden als großen Fast-Food-Marken gehörte.

Zum Menü gehören vier neue Produkte: Kebab, Dürüm, Falafel und Pommes mit Kebab-Soße. KFC spricht vom ersten Fried-Chicken-Kebab der Marke in Spanien. Erhältlich ist das Angebot landesweit in den Filialen sowie über App und Website. KFC erweitert damit nicht nur sein Angebot, sondern probiert sich an einem Produkt, das bislang eher außerhalb der üblichen Kettenlogik funktioniert hat.
Eine Ikone im System
Der interessante Punkt liegt weniger im einzelnen Produkt als in der Kategorie selbst. Der Kebab ist kein neutraler Fast-Food-Baustein, den man beliebig austauschen kann. Er ist in vielen Städten fest mit einer eigenständigen Imbisskultur verbunden, mit klarer Bildsprache, klarer Erwartung und einem Markt, der bisher nicht von klassischen Fried-Chicken-Ketten dominiert wurde.
Genau da setzt KFC jetzt an. Die Marke versucht in Spanien, ein Segment zu besetzen, das populär ist, aber nicht klassisch nach Kette aussieht. Das macht den Vorstoß strategisch. Hier wird nicht nur ein neues Menü getestet, hier wird ausgelotet, ob sich Kebab als Teil des eigenen Systems aufladen lässt.
Geht es hier nur um ein neues Produkt?
Zum Start setzt KFC auf eine aufmerksamkeitsstarke Außenwerbeaktion. Dafür wurden KFC-Totems an mehreren Standorten in rotierende Döner-Spieße verwandelt. Die Installationen sind rund zwölf Meter hoch, wiegen etwa 1.200 Kilogramm und drehen sich tatsächlich. Begleitet wird der Launch von einem 20-Sekunden-Spot und weiteren Versionen für TV, Digital, Kino und Außenwerbung. Wichtiger als der Effekt der Kampagne ist aber, was dahinter steckt. Die Aktion wirkt weniger wie ein stiller Produkttest und eher wie ein offensiver Marktauftritt.