Millionen-Betrug: Bekannte Gastronomen betroffen

In Österreich wurde ein Registrierkassen-Betrug in Millionenhöhe aufgedeckt. Unter den rund 20 Beschuldigten sollen sich laut ORF auch bekannte Gastronomen befinden. Wie die Masche funktioniert haben dürfte und wie hoch der Gesamtschaden eingeschätzt wird, erfährst du in diesem Artikel.
Jänner 27, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: APA/ Roland Schlager

In mehreren Gastronomiebetrieben wurde ein Betrug mit einer Registrierkasse in Millionenhöhe aufgedeckt. Im Rahmen der Ermittlungen wurden über 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt und über 20 Beschuldigte angeklagt. Betroffen sind vor allem Betriebe aus Wien, Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich und Burgenland. Der Betrug wurde durch den Einsatz einer Manipulationssoftware ermöglicht.

In mehreren Gastronomiebetrieben wurde ein Betrug mit einer Registrierkasse in Millionenhöhe aufgedeckt. Im Rahmen der Ermittlungen wurden über 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt und über 20 Beschuldigte angeklagt. Betroffen sind vor allem Betriebe aus Wien, Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich und Burgenland. Der Betrug wurde durch den Einsatz einer Manipulationssoftware ermöglicht. 

Betrug mit Manipulationssoftware

Die Ermittler gehen von einem Schaden von mehr als fünf Millionen Euro aus. Die Hausdurchsuchungen zur Beweissicherung wurden von der Steuerfahndung unter Leitung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) durchgeführt. Laut Behördenangaben stehen rund 20 Beschuldigte im Fokus, von denen einige mehrere Lokale betreiben. 

Gemäß den Informationen des Amts für Betrugsbekämpfung soll sich das Vorgehen über mehrere Jahre erstreckt und Gastronomiebetriebe unterschiedlicher Größe und Ausrichtung betroffen haben. Laut Herrn Ackerler, einem Experten auf dem Gebiet der Betrugsbekämpfung, wurde eine spezielle Software eingesetzt, die es ermöglichte, Buchungen nachträglich aus der Registrierkasse zu löschen. Dies geschah vor allem bei Barzahlungen, bei denen die Gäste keinen Beleg verlangten. Ackerler gab an, dass Umsätze am Finanzamt vorbei „unsichtbar“ gemacht worden seien. 

Das genaue Ausmaß des Schadens kann man noch nicht genau ermitteln. USB-Sticks, Smartphones und sichergestellte Datenträger werden aktuell noch ausgewertet. 

Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt“, betont Finanzminister Marterbauer. 

Bild von offener Registrierkasse mit Euros

Anzeige aus der Branche: Konkurrenzdenken und großer Vertrauensschaden

Die Hausdurchsuchungen wurden aufgrund einer Anzeige aus der Branche veranlasst. Ackerler zufolge herrscht unter den Softwareanbietern ein gewisses Konkurrenzdenken. Der Betrug hat schwerwiegende Konsequenzen: Er untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat und belastet alle „redlichen Unternehmer“.

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