Pub-Sterben in Großbritannien – Bald 20 Pfund für ein Pint Bier?

Die Zahl der Pubs, die in Großbritannien für immer schließen, nimmt immer rasanter zu. Erstmals ist die Anzahl auf weniger als 40.000 gesunken.
Dezember 27, 2022 | Text: Luisa Kloiber | Fotos: beigestellt

Immer mehr Pubs in Großbritannien schließen, verschuldet durch die hohe Inflation. Alleine in der ersten Hälfte von 2022 machten laut einer Studie der Initiative Campaign for Real Ale (Camra) 485 Pubs ihre Türen für immer zu. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2021. Gerüchte machen sich breit, dass ein Bier bald 20 Pfund kosten könnte.

shutterstock_1030389355-scaled-e1672130833635Pub-Sterben und steigende Bierpreise durch die hohe Inflation in Großbritannien.

Immer mehr Pubs in Großbritannien schließen, verschuldet durch die hohe Inflation. Alleine in der ersten Hälfte von 2022 machten laut einer Studie der Initiative Campaign for Real Ale (Camra) 485 Pubs ihre Türen für immer zu. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2021. Gerüchte machen sich breit, dass ein Bier bald 20 Pfund kosten könnte.

shutterstock_1030389355-scaled-e1672130833635Pub-Sterben und steigende Bierpreise durch die hohe Inflation in Großbritannien.

Die auch bei den Touristen beliebten Lokale sind stark von den steigenden Lebenskosten betroffen, wodurch jegliche Rentabilität zunichtegemacht wird. „Ohne Unterstützung werden Pubs mit einem Verlust von 20 Prozent arbeiten“, sagte Camra-Chef Nik Antona. „Das ist nicht tragbar.“ CAMRA ist eine unabhängige Verbraucherorganisation in England, die traditionelle britische Pubs und Clubs fördert.

Nachdem die staatliche Förderung für Energiepreise im April 2023 ausläuft, fordert die Branche weitere Hilfen der Regierung. Ohne diese Unterstützung bangen tausende weitere Betriebe um ihr Überleben, als Konsequenz müssen die Preise angehoben werden. Gerüchte machen sich breit, dass ein Pint (0,568 Liter) Bier bald 20 Pfund, umgerechnet 22,70 Euro, kosten werde.

Andere Auswirkungen, die bei vielen Kneipen, Restaurants und Cafés zu beobachten sind, sind verkürzte Öffnungszeiten und die Erwägung im Winter früher zu schließen oder ein paar Tage überhaupt nicht zu öffnen. Auch fehlendes Personal und Streiks, die das öffentliche Leben beeinflussen, machen den Pubs zu schaffen. 

Das Pub-Sterben hat bereits lange vor der Pandemie begonnen, durch Gründe wie: das Rauchverbot, günstiger Alkohol im Supermarkt, verändertes Trinkverhalten und eine der höchsten Biersteuern weltweit. 

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