Barkeeper Alexander Knoll: Kein Chi-Chi, viel Woo-Hoo.

Mit knapp 30 Lenzen setzt Alexander Knoll bereits in zwei der angesagtesten Locations von Graz Maßstäbe in Sachen zeitgenössische Barkultur. Mit uns hat er über Klasse im großen Stil, Signature Drinks und seine Liebe zu Wermut gesprochen.
Oktober 28, 2021 | Text: Stephanie Fuchs | Fotos: Monika Reiter

Es ist gut zehn Jahre her, da saß ein junger Mann namens Alexander Knoll, der sich in der Gastronomie ein bisschen Geld dazuverdienen wollte, hinter dem Tresen der Cocktailbar Dizzy’s und zählte die Stunden. In einer Stadt wie Graz, in der wochentags die Gehsteige auch mal zeitig hochgeklappt werden, nichts Ungewöhnliches.

Alexander Knoll
Seit Herbst 2020 führt Alex Knoll gemeinsam mit Simon Possegger (re.) auch den Grazer Tex-Mex-Dining- und Daydrinking-Hotspot „Pink Elephant“.

Es ist gut zehn Jahre her, da saß ein junger Mann namens Alexander Knoll, der sich in der Gastronomie ein bisschen Geld dazuverdienen wollte, hinter dem Tresen der Cocktailbar Dizzy’s und zählte die Stunden. In einer Stadt wie Graz, in der wochentags die Gehsteige auch mal zeitig hochgeklappt werden, nichts Ungewöhnliches.

Alexander Knoll
Seit Herbst 2020 führt Alex Knoll gemeinsam mit Simon Possegger (re.) auch den Grazer Tex-Mex-Dining- und Daydrinking-Hotspot „Pink Elephant“.

Die aktuelle Jugend hätte sich die Zeit wahrscheinlich mit Youtube-Videos vertrieben, Knoll aber fing an, die Flaschenetiketten im Spirituosenregal zu studieren. Als er damit durch war, wechselte er in den Fast-Forward-Modus. Meldete sich zu seiner ersten Masterclass an, ersaß und ertrank sich Know-how an Tresen wie dem Schumann’s in München und las haufenweise Bücher.

Nach eineinhalb Jahren im Dizzy’s wechselte der Autodidakt als Barchef in die Grazer Buddha Bar und holte sich bei der IWCC Cocktail-Competition von Mario Hofferer noch schnell Platz zwei, bevor er 2016 im damals gerade im Entstehen begriffenen Barhotspot der Stadt, der Katze Katze im Landhauskeller, anheuerte. Seit 2019 drückt er nun als Partner, Betriebsleiter und Chef-Mixologe des Landhauskellers, der Katze Katze und des Asia- Dinner-Clubs Miss Cho der städtischen Barkultur seinen Stempel auf.

Wermut kickt mich aktuell am meisten.
Deshalb hat Alex Knoll mit „Amouro“ auch gerade seinen ersten eigenen gelauncht

Mehr Mut – und gut

„Die Katze war schon ein Riesenschritt und auch eine große Herausforderung“, erzählt Knoll. „Du hast da eine sexy Bar mit Clubatmosphäre, eine coole Location, die du mit geilen Drinks bespielen darfst, wo sich aber Business-People, Szene, Jeunesse dorée, Alt und Jung gleichermaßen gut aufgehoben fühlen sollen.“ Dass ihm und seinem Team dieser Spagat scheinbar mühelos gelingt, wird an einem durchschnittlichen Wochenende klar. „Da gehen schon mal 600 bis 700 Drinks an einem Abend über den Tresen“, sagt Knoll. „Wobei die Bestseller ganz eindeutig Signature-Drinks wie der Steiermark Royal, ein Mix aus Beerenlikör, Isabellafrizzante, Zitronensaft und Minze, sind.“

Neben Klassikern viele mitunter ziemlich mutige Eigenkreationen auf der Karte zu haben, hält Knoll für einen der größten Erfolgsfaktoren der Katze Katze. „Viele unserer Gäste schätzen schwere, ausgefallenere Drinks. Hin und wieder schießen wir da auch übers Ziel hinaus, ein Sour-Cocktail mit flambierter Heuschrecke obenauf ist halt nicht jedermanns Ding. Aber no risk, no fun.“

Wandeln zwischen den Welten

Ein bisschen weniger riskant lässt es Knoll eh andernorts angehen. Gemeinsam mit Simon Possegger, Geschäftsführer des ebenfalls zur Aiola-Gruppe zählenden Café Promenade, leitet er seit Herbst 2020 nämlich den Tex-Mex-Dining- Bar-Hybrid Pink Elephant. Dazu kam es, weil Alex Knoll – man ahnt es schon – wieder einmal langweilig war. „Im Landhauskeller ist nach dem Mittagsgeschäft bis 19 Uhr immer ein Publikumsloch. Mit dem Pink Elephant schließt sich diese Lücke“, sagt er. Kulinarisch setzen Possegger und Knoll auf Burrito, Taco & Konsorten, die Barkarte ist für Daydrinker konzipiert und bietet von mexikanischen Highballs bis zu klassischen Aperitiv-Cocktails alles, was Spaß macht.

Alexander Knoll
Bei seinen Drink-Kreationen lässt Alexander Knoll es mittlerweile am liebsten puristisch angehen. Frei nach dem Motto: Kein Chi-Chi, viel Woo-Hoo.

Vormittags und nachmittags Pink Elephant, abends Landhauskeller, zwischendrin 70 Mitarbeiter lenken und leiten: Man möchte meinen, dem Mann ist jetzt nicht mehr fad. Falsch gedacht. Kürzlich launchte er gemeinsam mit befreundeten Winzern seinen eigenen Wermut namens „Amouro Vermutivo“. Was kommt als nächstes? „Gerade ist nichts in der Pipeline“, sagt Knoll. Bis ihm halt wieder ein bisschen langweilig wird.

www.landhauskeller.at
www.pinkelephant.at

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Angefangen hat alles mit einem Nebenjob in der Grazer Traditions-Bar Dizzy’s, wo sich der heute 29-Jährige die gästeärmeren Dienste mit dem Studieren von Spirituosen- Etiketten vertrieb und sich im Laufe der Folgejahre bei diversen Cocktail-Masterclasses und im Selbststudium das nötige Mixologen-Rüstzeug zulegte. Seit 2019 ist Knoll Partner und Betriebsleiter des zur Aiola-Gruppe gehörenden Restaurants Landhauskeller, dem angeschlossenen Club Katze Katze sowie dem asiatischen Dinner-Club Miss Cho. Seit Herbst 2020 führt er gemeinsam mit Simon Possegger außerdem das Restaurant-Bar Pink Elephant in Graz.

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