Barkeeper Battle: Aurora Almenar vs. Anton Peschka
Anton Peschka

Der Sohn einer Welser Gastro-Familie ist nach Stationen in Wien (Blue Mustard, Hammond Bar, Kleinod) seit 2025 Bar Manager in der Atelier 7 Bar im Mandarin Oriental Vienna.
Wie kreativ und verrückt darf man als Barkeeper beim Mixen sein? Wie diszipliniert muss man sein?
Man darf und soll komplett frei denken. Da gibt’s keine Grenzen. Aber im Glas selbst darf es nie „verrückt“ schmecken. Es muss immer eine gute Balance herrschen, am Ende muss es für den Gast einfach nur gut sein. Genau da kommt die Disziplin rein. Balance, Temperatur, Timing – das ist Handwerk. Je besser man Basics beherrscht, desto weiter kann man sie biegen, ohne dass der Drink kippt. Bartending ist im Kopf kreativ, in der Ausführung präzise.
Welcher antialkoholische Drink oder Mocktail ist einem klassischen Cocktail am ähnlichsten? Und: Warum?
Ein Mocktail fühlt sich dann wie ein echter Cocktail an, wenn er nicht wie Saft oder Limo schmeckt, sondern Struktur hat. Etwa ein alkoholfreier Mezcal Manhattan mit bitteren Komponenten. Der hat Ecken, Kanten und ist nicht einfach süß. Das macht einen klassischen Cocktail aus.
Mit welchen Cocktail- oder Mocktail-Überraschungen dürfen wir in diesem Jahr rechnen? Lassen sich schon Trends absehen?
Es geht in Richtung herzhafter, salziger, fermentierter Noten. Weniger Süße, mehr Trockenheit, mehr Tiefe. Drinks werden wieder einfacher, mit wenigen Zutaten, aber perfekt umgesetzt, wie bei Highballs. Der Trend geht weg vom lauten Showdrink hin zu Drinks, die geschmacklich ruhig, aber technisch sehr präzise sind.
Aurora Almenar

Die Venezuelanerin begann ihre Karriere in Barcelona im Bacardí Innovation Lab und im Paradiso. Heute ist sie Head Bartender im Fotografiska Berlin und kreativer Kopf der Bar Clara.
Wie kreativ und verrückt darf man als Barkeeper beim Mixen sein? Wie diszipliniert muss man sein?
Man kann äußerst kreativ sein, solange diese Kreativität eine klare Struktur hat. Diese Architektur beschränkt sich nicht nur auf Cocktailvorlagen, auch Küchenstrukturen erweitern das Spielfeld ungemein. Mit Kefir, fermentiertem Gemüse, Kohlensäure oder Tees kann man richtig spannende Aromenwelten bauen, die null nach Saftschorle schmecken. Disziplin ist für Konstanz und Reproduzierbarkeit unter realen Servicebedingungen unbedingt notwendig.
Welcher antialkoholische Drink oder Mocktail ist einem klassischen Cocktail am ähnlichsten? Und: Warum?
Für Mocktails eignen sich Tanqueray 0,0 % und Undone No. 8 0,0 % bestens als Basis. Mit diesen Produkten kommt der Dirty Martini 0,0 % dem klassischen Cocktail in Sachen Ritual, Struktur, Gefühl am nächsten. Er bewahrt typische Martini-Merkmale: eiskalt serviert, trocken, salzig und mit klarem Abgang.
Mit welchen Cocktail- oder Mocktail-Überraschungen dürfen wir in diesem Jahr rechnen? Lassen sich schon Trends absehen?
Ich sehe zwei Entwicklungen. Erstens: No/Low-Drinks werden zur ernstzunehmenden Kategorie. Zweitens: Die Liquid Cuisine; mehr Cocktails, die sich wie ein Gericht anfühlen. Mehr Umami, mehr pflanzliche Aromen, mehr Röstnoten und Fermentation als wohldosierte Würze.
Anton Peschka

Der Sohn einer Welser Gastro-Familie ist nach Stationen in Wien (Blue Mustard, Hammond Bar, Kleinod) seit 2025 Bar Manager in der Atelier 7 Bar im Mandarin Oriental Vienna.
Wie kreativ und verrückt darf man als Barkeeper beim Mixen sein? Wie diszipliniert muss man sein?
Man darf und soll komplett frei denken. Da gibt’s keine Grenzen. Aber im Glas selbst darf es nie „verrückt“ schmecken. Es muss immer eine gute Balance herrschen, am Ende muss es für den Gast einfach nur gut sein. Genau da kommt die Disziplin rein. Balance, Temperatur, Timing – das ist Handwerk. Je besser man Basics beherrscht, desto weiter kann man sie biegen, ohne dass der Drink kippt. Bartending ist im Kopf kreativ, in der Ausführung präzise.
Welcher antialkoholische Drink oder Mocktail ist einem klassischen Cocktail am ähnlichsten? Und: Warum?
Ein Mocktail fühlt sich dann wie ein echter Cocktail an, wenn er nicht wie Saft oder Limo schmeckt, sondern Struktur hat. Etwa ein alkoholfreier Mezcal Manhattan mit bitteren Komponenten. Der hat Ecken, Kanten und ist nicht einfach süß. Das macht einen klassischen Cocktail aus.
Mit welchen Cocktail- oder Mocktail-Überraschungen dürfen wir in diesem Jahr rechnen? Lassen sich schon Trends absehen?
Es geht in Richtung herzhafter, salziger, fermentierter Noten. Weniger Süße, mehr Trockenheit, mehr Tiefe. Drinks werden wieder einfacher, mit wenigen Zutaten, aber perfekt umgesetzt, wie bei Highballs. Der Trend geht weg vom lauten Showdrink hin zu Drinks, die geschmacklich ruhig, aber technisch sehr präzise sind.
Aurora Almenar

Die Venezuelanerin begann ihre Karriere in Barcelona im Bacardí Innovation Lab und im Paradiso. Heute ist sie Head Bartender im Fotografiska Berlin und kreativer Kopf der Bar Clara.
Wie kreativ und verrückt darf man als Barkeeper beim Mixen sein? Wie diszipliniert muss man sein?
Man kann äußerst kreativ sein, solange diese Kreativität eine klare Struktur hat. Diese Architektur beschränkt sich nicht nur auf Cocktailvorlagen, auch Küchenstrukturen erweitern das Spielfeld ungemein. Mit Kefir, fermentiertem Gemüse, Kohlensäure oder Tees kann man richtig spannende Aromenwelten bauen, die null nach Saftschorle schmecken. Disziplin ist für Konstanz und Reproduzierbarkeit unter realen Servicebedingungen unbedingt notwendig.
Welcher antialkoholische Drink oder Mocktail ist einem klassischen Cocktail am ähnlichsten? Und: Warum?
Für Mocktails eignen sich Tanqueray 0,0 % und Undone No. 8 0,0 % bestens als Basis. Mit diesen Produkten kommt der Dirty Martini 0,0 % dem klassischen Cocktail in Sachen Ritual, Struktur, Gefühl am nächsten. Er bewahrt typische Martini-Merkmale: eiskalt serviert, trocken, salzig und mit klarem Abgang.
Mit welchen Cocktail- oder Mocktail-Überraschungen dürfen wir in diesem Jahr rechnen? Lassen sich schon Trends absehen?
Ich sehe zwei Entwicklungen. Erstens: No/Low-Drinks werden zur ernstzunehmenden Kategorie. Zweitens: Die Liquid Cuisine; mehr Cocktails, die sich wie ein Gericht anfühlen. Mehr Umami, mehr pflanzliche Aromen, mehr Röstnoten und Fermentation als wohldosierte Würze.