Harisch Hotels: Christian Harisch und Jürgen Kleinhappl im Exklusivinterview

Die Harisch Hotelgruppe in Kitzbühel gilt als begnadeter Trendsetter der Branche. Warum sie kurz vor dem großen Comeback der Gastronomie und Hotellerie für ihre Mitarbeiter aufs Ganze geht.
Mai 27, 2021 | Fotos: Harisch Hotels, beigestellt

Gestandenes Familienunternehmen

Die Harisch Unternehmensgruppe ist gestandenes Familienunternehmen in vierter Generation und zählt in Kitzbühel ganze zwölf Betriebe mit 500 Mitarbeitern. Warum sie zu den attraktivsten Arbeitgebern in unseren Breiten zählt und jeden künftigen Mitarbeiter ein Feuerwerk an Benefits und Innovationen erwartet – das verraten Eigentümer Christian Harisch und der kulinarische Leiter Jürgen Kleinhappl.

Wie sehr hat die Coronakrise die Harisch-Betriebe als Arbeitgeber verändert?
Jürgen Kleinhappl: Durch die Krise haben wir fast 20 Prozent der Mitarbeiter verloren. Davon haben sich die meisten umorientiert, sie kommen also wahrscheinlich nicht wieder. Viele haben in den Handel gewechselt oder in anderweitige Produktionsbetriebe für Lebensmittel.
Christian Harisch: Das liegt natürlich auch an der ganzen Sache mit dem Trinkgeld, das vielen Mitarbeitern aus der Gastronomie im Rahmen der Kurzarbeit gefehlt hat. Ich bin zuversichtlich, dass sich das mit der Öffnung bald wieder einpendelt, aber im Laufe der Krise war es ohne Zweifel für viele schwierig.

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Vom Hotelierssohn zum Rechtsanwalt und zurück zum Hotelier: Christian Harisch von den Harisch Hotels ist Eigentümer von zwölf Betrieben mit 500 Mitarbeitern in Kitzbühel.

Gestandenes Familienunternehmen 

Die Harisch Unternehmensgruppe ist gestandenes Familienunternehmen in vierter Generation und zählt in Kitzbühel ganze zwölf Betriebe mit 500 Mitarbeitern. Warum sie zu den attraktivsten Arbeitgebern in unseren Breiten zählt und jeden künftigen Mitarbeiter ein Feuerwerk an Benefits und Innovationen erwartet – das verraten Eigentümer Christian Harisch und der kulinarische Leiter Jürgen Kleinhappl. 

Wie sehr hat die Coronakrise die Harisch-Betriebe als Arbeitgeber verändert?
Jürgen Kleinhappl: Durch die Krise haben wir fast 20 Prozent der Mitarbeiter verloren. Davon haben sich die meisten umorientiert, sie kommen also wahrscheinlich nicht wieder. Viele haben in den Handel gewechselt oder in anderweitige Produktionsbetriebe für Lebensmittel.
Christian Harisch: Das liegt natürlich auch an der ganzen Sache mit dem Trinkgeld, das vielen Mitarbeitern aus der Gastronomie im Rahmen der Kurzarbeit gefehlt hat. Ich bin zuversichtlich, dass sich das mit der Öffnung bald wieder einpendelt, aber im Laufe der Krise war es ohne Zweifel für viele schwierig. 

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Vom Hotelierssohn zum Rechtsanwalt und zurück zum Hotelier: Christian Harisch von den Harisch Hotels ist Eigentümer von zwölf Betrieben mit 500 Mitarbeitern in Kitzbühel.

Inwiefern können Sie jetzt Mitarbeiter-Benefits für die anstehende Sommersaison planen? Für Mitarbeiter-Events jeglicher Art sind das sehr ungewöhnliche Zeiten …
Kleinhappl: Deswegen setzen wir ganz stark auf gesundheitsorientierte Benefits im Außenbereich. Wir bieten jetzt einmal die Woche Yoga an, ein individuelles Training und auch maßgeschneiderte Laufeinheiten mit einem tollen Trailrunner können genutzt werden. Vor zwei Wochen haben wir außerdem mit 70 Leuten am „Wings for Life Run“ teilgenommen. Wir versuchen also, mit Sport und Gesundheitsbenefits unsere Mitarbeiter nicht nur zu halten, sondern auch zu fördern. Durch die Nähe zum Lanserhof Resort, das mit seinem ganzheitlichen Ansatz aus Naturheilkunde und modernster Medizin als führend in Europa gilt, versuchen wir, das Thema Gesundheit verstärkt nach Kitzbühel zu bringen. Ich glaube, dass auch für unsere Branche dieses Thema ein extrem großes sein wird. Corona hat das natürlich verstärkt.

Bei uns kann man extrem viel lernen und sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln.

Jürgen Kleinhappl über das enorme Karrierepotenzial, das Mitarbeiter in der Harisch Hotelgruppe erwartet

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Jürgen Kleinhappl ist der kulinarische Leiter der Harisch-Hotels in Kitzbühel.

Harisch: Dasselbe gilt für die Themen Bildung beziehungsweise Fortbildung. Es ist schließlich nicht jeder Sportler. Die Kulturprogramme, die wir für Gäste entwickeln – von Lesungen bis hin zu anderweitigen kulturellen Happenings – möchten wir verstärkt für die Mitarbeiter öffnen. Aber die Basis ist jetzt einmal das Thema Gesundheit und Sport. Dabei geht es auch darum, dass ein Team ein gutes Gemeinschaftserlebnis auch außerhalb der Arbeit haben kann. Der Tellerwäscher geht beispielsweise mit dem Hoteldirektor mountainbiken. Beim Sport gibt es diese hierarchischen Differenzierungen nicht. Und damit werden das Teamgefüge und das Verhältnis zwischen allen Mitarbeitern – ganz gleich, wo sie in der Hierarchie stehen – viel, viel besser.

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Das Health-Hotel Lanserhof im tirolerischen Lans gilt mit seinem ganzheitlichen Ansatz aus Naturheilkunde und modernster Medizin als führend in Europa.

Wie sieht es mit den Mitarbeiterhäusern aus? Kann man sie – auch mit ihren Gemeinschaftsräumen – genauso anbieten wie gehabt? Oder muss man sich da auf Einschränkungen gefasst machen?
Kleinhappl: Wir testen zwei Mal in der Woche, das heißt, es sollte alles gehen. Ich denke, es ist enorm wichtig, dass die Gastronomie möglichst rasch durchgeimpft wird. Deswegen verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht, warum der Handel wieder vor uns mit dem Impfen an der Reihe war. Alle unsere Mitarbeiter wollen sich wirklich möglichst schnell impfen lassen.
Harisch: Wir versuchen daher, als eigene Station Impfstoff zu kaufen, so wie das viele andere große Betriebe machen. Damit wir künftig in der Lage sind, alle unsere Mitarbeiter mit unserem Betriebsarzt selbst zu impfen. Wie es aussieht, wird es in Zukunft immer wieder einmal Auffrischungen brauchen. Wir möchten deswegen die gesamte Impfvorsorge für unsere Mitarbeiter übernehmen.  

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Ein zukunftsträchtiges Konzept am Puls der Zeit: Auch im Medical Spa Lanserhof im deutschen Tegernsee steht das Wohlbefinden von Körper und Geist im Mittelpunkt.

Wo sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal als Arbeitgeber?
Kleinhappl: Wir sind unglaublich umfangreich, was unsere Themen – auch kulinarisch – betrifft. Da gibt’s die italienische Küche, die vegane und sehr gesundheitsbewusste Küche, aber auch die modern-traditionelle Küche wie im Neuwirt.

Im Lisi Family Hotel wird außerdem mit Kindern Brot gebacken und Kaffee geröstet. Das alles zeigt: Man kann bei uns extrem viel lernen, sich entwickeln und Karriere machen. Außerdem hast du in jeder Saison in Kitzbühel das Paradies vor der Tür: Es gibt fünf Golfplätze, 120 Kilometer Radrouten ohne Bergsteigungen, du kannst aber auch ins Gebirge fahren, wandern, spazieren, und das alles an einer einmaligen frischen Luft.


Harisch: Bei uns sind im Management keine Theoretiker, sondern Praktiker. Unsere Führungskräfte sind alle schon sehr lange in unseren Betrieben und kennen deren unterschiedlichste Facetten. Das Entscheidende bei uns ist: Wir sind ein Familienbetrieb, und wir bleiben ein Familienbetrieb. Deswegen denken wir auch nicht kurzfristig. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Jeder einzelne Mitarbeiter ist ein wichtiger Mensch, der Höhen und Tiefen hat.

Ich glaube, dass das schon ein Unterschied ist zu vielen anderen Betrieben in dieser Größe. Wir setzen auf einen partnerschaftlichen, freundschaftlichen Umgang. Da wird nicht herumgeschrien. Außerdem: Bei uns kannst du wirklich in zwölf Betrieben arbeiten, ohne dein Mitarbeiterzimmer wechseln zu müssen.

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Im LANS Medicum Hamburg kümmert sich ein interdisziplinäres sportmedizinisches Team um das Wohl der Gäste.

Herr Harisch, erzählen Sie doch kurz die Geschichte Ihres Hotelimperiums. Wie kann man sich Ihren Werdegang vorstellen: schnurstracks vom Rechtsanwalt zum Hotelier?
Harisch: Eigentlich müsste man es anders formulieren: Vom Hotelier zum Rechtsanwalt und zurück zum Hotelier. Als Sohn einer Hoteliersfamilie habe ich natürlich schon als Kind damit begonnen, das alles kennenzulernen. Ich war anschließend auch fünf Jahre in der Tourismusschule Klessheim. Danach in Paris als Commis de Rang und Chef de Rang – und dann erst habe ich studiert.

Ich war also bereits Tourismuskaufmann, als ich den Ausflug in die Juristerei gewagt habe. 1991 habe ich dann die Familienbetriebe übernommen, 1998 schließlich zusammen mit Partnern den Lanserhof. Die Tätigkeit als Anwalt ist dabei in den Hintergrund geraten. Gegründet wurde der Familienbetrieb übrigens 1897, das bedeutet, wir feiern nächstes Jahr 125-jähriges Jubiläum. Wir arbeiten daran, anlässlich dieses Jubiläums auch besondere Pakete für Mitarbeiter zu schnüren. 

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Auch das 4-Sterne-Schlosshotel Lebenberg gehört zu den charismatischsten Betrieben Kitzbühels.

Wie blicken Sie langfristig in die Zukunft?
Harisch: Es wird jetzt einmal ein ganzes Feuerwerk an Innovationen geben, die sich bis in den Winter hineinziehen. Natürlich ist jetzt der Sommer noch mit vielen Fragezeichen behaftet, aber wir geben natürlich trotzdem alles. Wir haben beispielsweise Bike-Stationen neu entwickelt, bei denen Mountainbike-Touren gemacht werden können. Natürlich gab’s immer schon Mountainbikes im Programm, aber jetzt haben wir sie eben vor jedem Haus. Vom Golfhaus bis zu Biking-Touren ist bei unseren Mitarbeiter-Benefits alles dabei. Was die nahe liegende Zukunft betrifft: Wir sind zuversichtlich, dass dieser Winter ein Winter der Extraklasse wird. In der Wintersaison 2021/22 wird der Wintertourismus das größte Comeback der Geschichte feiern. In Kitzbühel merkt man auch, wie gut alles organisiert wird. Von den Impfungen bis zum Testen stehen alle Zeichen gut. Jetzt können wir es kaum erwarten, die Sommersaison anzugehen, und freuen uns auf die Normalität. Wir werden die Terrassen auch noch ausbauen dank der Terrassenförderung. Für uns steht fest: Wir machen das Mögliche heute und das Unmögliche, sobald es geht. Wir sind jedenfalls topvorbereitet.

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