Zukunftstrend Profiling

Profiling ist in der Hotellerie und Gastronomie bei der Besetzung von Toppositionen längst zu einem unverzichtbaren Instrument geworden, von dem auch die Bewerber profitieren.
November 13, 2015

eine Hand findet die Kugen beim BecherspielRenommierte Hotelketten und Spitzenrestaurants nutzen das Instrument des Profilings zur Besetzung von Spitzenpositionen aus gutem Grund. Schule und Ausbildung, Berufserfahrung, Referenzen und Arbeitszeugnisse sowie das Aussehen sind alles Faktoren, die man relativ einfach messen kann. Der Haken daran: Sie machen nur 10 Prozent der Arbeitskraft aus. Die restlichen 90 Prozent setzen sich aus mentalen Fähigkeiten und Denkmustern, beruflichen Interessen sowie aus Verhaltensmerkmalen zusammen. Wer sicher­gehen will, dass er für die Zukunft den absolut richtigen Mitarbeiter an Bord geholt hat, sollte diese Eigenschaften unbedingt kennen.
Weltweit arbeiten nur wenige Personalvermittler mit dem Instrument des Profilings. Eine dieser Agenturen ist die Recruiting-Company für Gastronomie und Hotellerie, Blackrock. „Profiling bietet klare Vorteile für den Arbeitgeber wie auch für den Bewerber. Ziel ist ein langfristiges, erfolgreiches Dienstverhältnis, das potenziell gut für die Karriere jedes Einzelnen ist“, erklärt Blackrock-Geschäftsführer Christian Schweinzer. Gut 30 Prozent der Bewerber, mit denen ein Profiling durchgeführt wurde, schneiden sogar so gut ab, dass sich daraus automatisch der nächste Karriereschritt ergibt, weil sie – oft ohne es zu wissen – bislang unterfordert waren.
Am Anfang des Profilings stehen ein Test oder auch Interviews. Dabei geht es vor allem um Aspekte wie Charaktereigenschaften, Durchsetzungsstärke, Teamfähigkeit oder Verlässlichkeit. Intelligenz spielt vergleichsweise eine untergeordnete Rolle.
Die Personalvermittlungsfirma Manpower setzt zum Beispiel auf Interviews. „Ich versuche, den Bewerber so viel wie möglich über sich selbst reden zu lassen. Mit gezielten Zwischenfragen führe ich auf die ausgeschriebene Position hin. Für den Arbeitgeber erstelle ich dann ein Kandidatenprofil, das alle relevanten Informationen beinhaltet“, erklärt Katharina Münchmeyer, Personalvermittlerin mit Schwerpunkt Hospitality.

Einen anderen Weg beschreitet Blackrock, wo man mit ausgeklügelten Tests arbeitet, die bis zu 400 Fragen inkludieren. Abgefragt werden auch hier Charaktereigenschaften und Denkmuster.
„Der Test selbst wird elektronisch ausgewertet. Die Parameter sind dermaßen komplex, dass sie nur einen Richtwert und keine umfassende Feststellung geben. Schwächen in einem Bereich können mit Stärken in einem anderen nämlich meist wettgemacht werden. Wichtig ist es deshalb, dass die Ergebnisse von erfahrenen und geschulten Profis interpretiert werden. Nur dann lässt sich eine Empfehlung abgeben“, so Schweinzer. Präsentiert wird dem Arbeitgeber ein Gesamtprofil des Bewerbers, das unter anderem Aufschluss gibt über Denkmuster oder den Umgang mit Zahlen. Als einer der wenigen Recruiting-Agenturen bietet Blackrock auch Fragen für das Vorstellungsgespräch an, die sich aus dem Profilingtest ergeben haben. Zusätzlich gibt es Coachinghinweise, wie der neue Mitarbeiter am besten zu führen ist, wo seine Schwächen liegen, wie man die ausmerzt, aber auch, welche Stärken der Kandidat hat und wie man diese fördert.
Für den Bewerber selbst ist ein Profiling immer von Vorteil, weil er vom Personalvermittler ein ausführliches Feedback bekommt – egal, ob sich der Arbeitgeber nun für ihn entschieden hat oder nicht. Daraus kann dann das Profil zusehends gestärkt werden.
In der Hotellerie wie auch in der Gas­tronomie spielt es laut Experten eine große Rolle, dass man mit Recruiting-Agenturen zusammenarbeitet, die sich in der Branche auskennen. Denn in keinem anderen Berufsfeld steht der Hospitality-Gedanke so im Fokus wie im Tourismusbereich. Und das sollte bei einem erfolgreichen Profiling unbedingt einfließen.

kontakt

Manpower
Katharina Münchmeyer
Tel.: +43 (0) 1 516 76 804
www.manpower.at

BLACKROCK
Christian Schweinzer
Tel.: +43 (0) 316 577 522 80
www.blackrockcareers.com

4 Beispiele aus Profilingtests

Beispiel 1:
Meiner Ansicht nach versuchen fast alle Menschen,
das Richtige zu tun, wenn sie die Chance dazu haben.
(A) JA
(B) NEIN

Beispiel 2:
„Entwickeln“ verhält sich zu „beurteilen“ wie
„ausbilden“ zu . . .
(A) prüfen
(B) verändern
(C) bewegen
(D) erziehen

Beispiel 3:
16 % von 225 =
(A) 13,1
(B) 34,1
(C) 36,0
(D) 40,0

Beispiel 4:
Aussage 1: Im Wettbewerb mit Konkurrenten um
Kunden werben.
Aussage 2: In meiner Freizeit anderen helfen.
(A) Aussage 1 klar bevorzugen
(B) Aussage 1 eher bevorzugen
(C) Aussage 2 eher bevorzugen 
(D) Aussage 2 klar bevorzugen

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