“Gastro entscheidet”: Warum Hotelzimmer zu Nebensache werden

Für Hotels, die herausstechen wollen, wird ein gut durchdachtes F&B-Konzept immer wichtiger.
Jänner 22, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Pierre Nierhaus

Wenn irgendwo im Hospitality-Kosmos ein Trend auftaucht, dann weiß Pierre Nierhaus meist schon längst davon. Der Hamburger ist Food-Trendforscher, Strategieberater, Keynote-Dauergast – und Herausgeber des “Nierhaus Trend Reports”, den viele Hoteliers und Gastronomen wie eine Wetterkarte lesen: Wohin bewegt sich das Hoch, wohin das Tief?

In seinem neuen Report legt er eine These auf den Tisch, die schon seit Jahren an Bedeutung gewinnt, aber vielleicht noch nicht ganz bei allen angekommen ist: “Das Zimmer ist nebensächlich. Die Gastronomie entscheidet.”

Wenn irgendwo im Hospitality-Kosmos ein Trend auftaucht, dann weiß Pierre Nierhaus meist schon längst davon. Der Hamburger ist Food-Trendforscher, Strategieberater, Keynote-Dauergast – und Herausgeber des “Nierhaus Trend Reports”, den viele Hoteliers und Gastronomen wie eine Wetterkarte lesen: Wohin bewegt sich das Hoch, wohin das Tief?

In seinem neuen Report legt er eine These auf den Tisch, die schon seit Jahren an Bedeutung gewinnt, aber vielleicht noch nicht ganz bei allen angekommen ist: “Das Zimmer ist nebensächlich. Die Gastronomie entscheidet.”

Übersetzt: Hotels verkaufen heute nicht mehr einfach nur Schlafplätze. Die Bedürfnisse der Gäste verändern sich: Reisen werde spontaner, sozialer und erlebnisorientierter – “und F&B zum stärksten Differenzierungsfaktor im Wettbewerb um Aufmerksamkeit.”

Wer also 2026 noch glaubt, das Produkt sei das Zimmer, hat das Spiel nicht verstanden. Das Zimmer ist die Basis, Lobby, Rooftop und Restaurant werden zum Aushängeschild. Man sieht es längst bei den Marken, die gerade im Aufwind sind. Nierhaus nennt dazu einige Hotels als Best-Practice-Beispiele.

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CitizenM bietet kompakte Zimmer, dafür ein “Living Room”-Lobby-Konzept als sozialer Hub

Reisen wird „Open House“

Die neue Reise-Logik ist weniger „Check-in, schlafen, auschecken“ – und mehr Atmosphäre, Socializing, Content-Momente. Der Gast will nicht „untergebracht“ werden, sondern Teil von etwas sein. Genau deshalb machen Hotels ihre öffentlichen Flächen größer – und die Zimmer effizienter.

Bestes Anschauungsmaterial: The Hoxton. Dort werden die Lobbys ganz offiziell als „beating heart“ der Häuser beschrieben – offen, ganztägig, für Locals und Reisende.

CitizenM liefert seit Jahren die Blaupause: kompakte Zimmer mit um die 14 Quadratmeter Fläche – dafür ein Lobbykonzept, das als sozialer Hub fungiert.

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Die öffentlichen Räume als Herzstück des Hauses: Hier im 25hours Hotels Copenhagen Indre By

Angebot für Locals und Reisende

Auch bei 25hours ist F&B kein Anhängsel, sondern Teil der DNA. Konzepte wie NENI setzen auf Sharing und ziehen nicht nur Visitors, sondern vor allem auch Locals an. Ein Ziel, das auch Marken wie Mama Shelter oder Beyond by Geisel verfolgen. Letzteres spielt das Boutiqe-Game über Wohnzimmer-Atmosphäre und sehr persönliche Betreuung.

Das Zimmer bleibt Pflicht. Die Gastro ist Kür und entscheidet über Relevanz. Wer sein Haus als sozialen Ort denkt, gewinnt zweimal: mehr Direktgeschäft und mehr Marke.

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